In einer Vielzahl von Projekten stärkt Brot für die Welt zusammen mit den lokalen Partnerorganisationen die Rechte von Frauen und verbessert Lebensbedingungen. In Mexiko und in vielen anderen Ländern weltweit. Seien Sie dabei: Gemeinsam können wir die Welt zu einem besseren Ort für Frauen machen.
Unterstützung für Frauen in Mexiko
Mexikos Frauen stehen auf gegen die Gewalt, die ihr Leben zutiefst prägt. Doch wer vor Gericht zieht, erlebt nach dem Trauma der Gewalt oft neue seelische Belastungen durch langwierige Prozesse und ein feindseliges Justizsystem. Staatliche psychosoziale Hilfe gibt es kaum. Eine von Frauen aufgebaute Organisation steht Betroffenen bei und schließt die verheerende Lücke.
An der Seite der Frauen in Oaxaca
Geschlechtsspezifische Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist ein globales Problem und auch in Mexiko eine große gesellschaftliche Herausforderung. Seit Jahrzehnten steckt das Land in einer tiefen Krise der Gewalt gegen Frauen – bedingt durch ungleiche Machtverhältnisse zwischen Männern und Frauen und systematische Straflosigkeit.
Einer der Brennpunkte ist der indigen geprägte Bundesstaat Oaxaca im Süden Mexikos. Hier setzt sich das Bündnis Consorcio Oaxaca seit vielen Jahren für Frauenrechte ein – und begleitet Betroffene auch psychosozial auf ihrem Weg aus Gewalt und Angst.
Der schwere Kampf um Gerechtigkeit
„Vor Gericht wird man nicht immer gut behandelt. Und einfache Leute wie wir müssen oft stundenlang warten, bis wir überhaupt vorgelassen werden“, erzählt Zoila Bengochea. Ihre Tochter Dafne wurde von ihrem Ex-Freund ermordet, nachdem sie ihn verlassen hatte. Vor Gericht musste Zoila Bengochea Anwälten und Angehörigen des Täters entgegentreten, die sie herabwürdigten und ihrer Tochter eine Mitschuld zuwiesen. Immer wieder brach sie während des Prozesses zusammen. Doch „ich habe alles gegeben, was in mir war, um Gerechtigkeit für meine Tochter zu bekommen“, sagt sie kämpferisch.
Halt geben, wo kein Halt mehr ist
Die von Brot für die Welt unterstützte Organisation Consorcio Oaxaca leistete Zoila Bengochea während der ganzen Zeit juristischen und seelischen Beistand und half ihr auch nach dem Prozess, finanziell und psychisch wieder auf die Beine zu kommen.
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„Consorcio hat mir Zuneigung, Begleitung und Halt gegeben. Ich weiß gar nicht, wie ich das jemals zurückgeben kann.“
Zoila Bengochea
Schwer zu ertragen ist nicht nur die Gewalterfahrung an sich. Schwer zu ertragen ist auch, was danach kommt.
Was Zoila Bengochea erleben musste, ist kein Einzelfall. Frauen, die in Mexiko geschlechtsspezifische Übergriffe anzeigen – ob häusliche Gewalt, sexuellen Missbrauch, Entführung oder Mord – sind enormen psychosozialen Belastungen ausgesetzt. Gewalttaten werden heruntergespielt, Betroffene diskriminiert, nicht ernst genommen und ihnen selbst die Schuld zugewiesen. Schaffen es die Frauen überhaupt, einen Fall vor Gericht zu bringen, warten auf sie zermürbend lange Prozesse, in denen sie ihr Leid immer wieder durchleben müssen und nicht selten von den Tätern oder deren Umfeld bedroht werden.
Zurück ins Leben finden
„Durch unsere Begleitung ist es gelungen, viele Frauen, deren Töchter, Schwestern oder Mütter ermordet wurden, wieder zurück ins Leben zu holen.“ Elizabeth Mosqueda leitet bei Consorcio Oaxaca das Programm für Frauen, die Gewalt erlebt haben. Das Programm umfasst Gespräche mit Psychologinnen ebenso wie geschützte Räume, in denen Frauen über Gewalterfahrungen, Trauer und Wut sprechen und sich gegenseitig stärken können. Für Frauen in akuter Gefahr gibt es Schutzunterkünfte, in denen sie vorübergehend Sicherheit, Gespräche und praktische Unterstützung finden.
Consorcio unterstützt Frauen aber nicht nur bei der Bewältigung von Gewalterfahrungen, sondern stärkt sie auch darin, ihre Rechte einzufordern und gesellschaftliche Veränderungen mitzugestalten. Verschiedene Jugendgruppen und Camps fördern außerdem früh Selbstbestimmung, gewaltfreie Konfliktlösung und gesellschaftliches Engagement.
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„Eine bessere Welt und ein besseres Leben kann man nicht per Dekret verordnen. Das sind lange Prozesse. Brot für die Welt hat uns von Anfang an unterstützt.“
Yésica Sánchez Maya
Direktorin von Consorcio Oaxaca
Femizid benennen heißt Unrecht sichtbar machen
Auch Dafnes Mutter Zoila Bengochea hilft heute anderen Betroffenen. Der Mord an ihrer Tochter war der erste Fall in Oaxaca, der als Femizid verhandelt wurde. Das bedeutet ein höheres Mindeststrafmaß, staatliche Schutz- und Fürsorgepflichten gegenüber den Angehörigen sowie mehr politische Sichtbarkeit. Erst seit 2012 ist Femizid in Mexiko als eigener Straftatbestand anerkannt. Consorcio Oaxaca hatte dafür lange gekämpft.
Neben Rechtsbeistand und psychosozialer Unterstützung setzt sich das Frauenbündnis mit Nachdruck politisch gegen die Benachteiligung von Frauen und geschlechtsspezifische Gewalt ein. Es bringt Fälle an die Öffentlichkeit, fordert Reformen und stärkt Frauen darin, ihre Rechte einzufordern.
Brot für die Welt unterstützt die Organisation seit vielen Jahren und trägt dazu bei, dass dieser Einsatz langfristig Wirkung zeigt. Sorgen Sie mit einer Spende für mehr Gerechtigkeit für die Frauen in Mexiko.
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Hinweis: Die Spendenbeispiele sind symbolisch. Durch Ihre zweckungebundene Spende ermöglichen Sie uns dort zu helfen, wo es am dringendsten ist.
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