In einer Vielzahl von Projekten stärkt Brot für die Welt zusammen mit den lokalen Partnerorganisationen die Rechte von Frauen und verbessert Lebensbedingungen. Seien Sie dabei, gemeinsam können wir die Welt zu einem besseren Ort für Frauen machen.
Gemeinsam für die Rechte von Frauen
Heute ist Weltfrauentag. Jedes Jahr erinnert uns dieser Tag an den Mut und den Kampf von Frauen für ihre Rechte – weltweit. Aber dieser Tag zeigt uns auch: Der Kampf ist noch nicht vorbei, denn Gleichberechtigung ist noch lange keine Selbstverständlichkeit.
Es sind Frauen, die auf der ganzen Welt die Lasten des Alltags stemmen. Sie bewirtschaften Felder, sichern die Ernährung ihrer Familien, kümmern sich um Kinder und Angehörige und halten Gemeinschaften zusammen. Und dennoch sind ihre Möglichkeiten auf ein selbstbestimmtes Leben in vielen Teilen der Welt deutlich geringer als die von Männern. Vielen Mädchen und Frauen bleibt der Zugang zu Bildung verwehrt. Nur wenige besitzen eigenes Land oder verfügen über ein eigenes Einkommen. Nicht selten sind sie häuslicher und sexueller Gewalt schutzlos ausgesetzt und werden von wichtigen Entscheidungen auf gesellschaftlicher und politischer Ebene ausgeschlossen.
Erstmals begangen wurde der Internationale Frauentag im Jahre 1911, damals noch am 19. März. Erst ein paar Jahre später (1921) wurde er endgültig auf den 8. März gelegt. Ursprünglich aus der sozialistischen und kommunistischen Bewegung entstanden und propagiert, wurde der Frauentag Mitte der 70er Jahre Teil der UN-Arbeit und somit weltweit bekannt. In Deutschland hat der Frauentag eine wechselvolle Geschichte: Während der Zeit des Nationalsozialismus war er verboten, der Fokus richtete sich auf den Muttertag, der eher dem Frauen- und Mutterideal der Nationalsozialisten entsprach. Nach dem Krieg schwand die Bedeutung des 8. März im Westen Deutschlands immer mehr, während er im Osten Deutschlands gefeiert wurde. Nach dem Mauerfall spielt er auch im Westen wieder eine verstärkte Rolle – in Berlin ist der Frauentag seit 2019 sogar ein gesetzlicher Feiertag. Er wird zunehmend auch als feministischer Kampftag bezeichnet. Der Frauentag wird durchaus auch von Frauen kritisch gesehen; so forderte die Aktivistin Alice Schwarzer eine komplette Streichung.
Während der Frauentag schon über 100 Jahre alt ist, ist der Internationale Mädchentag erst wenige Jahre alt. Im Jahr 2011 griff die UNO eine Idee auf, den 19. Oktober zum Internationalen Mädchentag zu erklären. Jedes Jahr steht dieser Tag unter einem anderen Motto, beispielsweise gegen Kinderheirat, Gewalt oder für eine lebenswerte Zukunft. Die gemeinsamen Forderungen decken sich mit vielen Projektinhalten von Brot für die Welt: Mehr Bildung, weniger Gewalt und Zwangsehen, Gleichberechtigung in allen Lebensbereichen und die Umsetzung von Gesetzen zum Schutz der Mädchen.
Frauen bekommen häufig für gleiche Arbeit einen geringeren Lohn im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen. Dies ist auch in Deutschland und anderen Ländern des globalen Nordens der Fall. Um auf diese Lohnunterschiede aufmerksam zu machen, wird in zahlreichen Ländern der Welt der Equal Pay Day berechnet: Bis zu diesem Tag arbeiten Frauen rechnerisch unentgeltlich. Entstanden ist der Equal Pay Day 1966 in den USA von einem Zusammenschluss von Frauen- und Bürgerrechtsorganisationen, Gewerkschaften und anderen Vereinigungen.
In Deutschland beträgt die Lohnlücke je nach Tätigkeit und Qualifikation zwischen 2 und 7 Prozent. Auf Basis dieser Berechnung fand der Equal Pay Day in Deutschland im Jahre 2026 am 27. Februar statt: Ein kleiner Erfolg - zum ersten Mal im Februar und nicht im März. Allerdings später als in Österreich und der Schweiz.
Seit vielen Jahren ist die Perspektive von Frauen und die Stärkung ihrer Rechte ein wichtiger Teil der Arbeit von Brot für die Welt und unseren Partnerorganisationen. So konnten in den vergangenen Jahren vielen Frauen ein selbstbestimmteres Leben ermöglicht werden: Mit einem eigenen Einkommen, mit Bildung für Mädchen oder mit tatkräftiger Hilfe in schwierigen Situationen.
Angola: Selbstbestimmt statt zu früh schwanger
Aktuelle Beispiele für die Arbeit von Brot für die Welt zur Stärkung der Rechte der Frauen sind vielfältig und weltweit. Beispiel Angola: Es zeigt sich immer wieder, dass frühe Ehen und damit einhergehende Schwangerschaften die Selbstbestimmung von Mädchen und jungen Frauen einschränken. Um neue Perspektiven zu eröffnen, unterstützt Brot für die Welt eine lokale Organisation, die in einem eigenen Jugendzentrum Fortbildungen für Mädchen anbietet und so das Wissen, das Selbstbewusstsein und die Rechte der jungen Frauen fördert – und sie ermutigt, ihr eigenes Leben selbstbestimmt zu gestalten.
Honduras: Näherinnen kämpfen für ihre Rechte
Auch in Honduras steht Aufklärung im Mittelpunkt der Arbeit: In dem Land arbeiten rund 120.000 Frauen für die Textilindustrie, oft unter schwierigen Bedingungen. Kommt es dann zu gesundheitlichen Problemen hilft häufig nur noch der Anwalt. Genau hier hilft ein Partner von Brot für die Welt. Betroffene Frauen werden beraten, rechtlich begleitet und in ihren Rechten gestärkt. Gemeinsam sorgen wir für mehr Gerechtigkeit.
Burundi: Frauen besiegen den Hunger
Ein anderes Beispiel erfolgreicher Projektarbeit kommt aus Burundi: Hier besiegen Frauen den Hunger ihrer Kinder. Gemeinsam mit unserer Partnerorganisation steigern sie die Erträge ihrer Felder, durch resistenteres Saatgut und praktisches Wissen über nachhaltige Landwirtschaft. Gleichzeitig ermöglicht eine Spargruppe günstige Kredite und schafft finanzielle Sicherheit/Unabhängigkeit.
Ecuador: Frauen fördern den ökologischen Wandel
In eine ähnliche Richtung weist ein Projekt in Ecuador – ebenfalls unterstützt von Brot für die Welt. Über viele Jahre war die Blumenindustrie der wichtigste Arbeitgeber, doch die Löhne waren gering, die Verschmutzung der Umwelt groß. Eine Partnerorganisation, die sich besonders an die Frauen richtet, geht einen anderen Weg: Biolandbau und ein gezieltes Marketing sorgen so für bessere Einnahmen und eine Stärkung der Rechte der Frauen – und das im Einklang mit der Natur.
Trotz dieser erfolgreichen Beispiele bleibt der Kampf für die Rechte von Frauen ein zentrales Arbeitsfeld von Brot für die Welt. Wir sind überzeugt: Gleichberechtigung ist der Schlüssel zur Bekämpfung von Armut und Hunger. Seien Sie dabei, stehen Sie an unserer Seite und werden Sie ein Teil dieser Veränderung. Mit Ihrer Spende zum Weltfrauentag unterstützen Sie Frauenrechte.
Video zum Weltfrauentag
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Hinweis: Die Spendenbeispiele sind symbolisch. Durch Ihre zweckungebundene Spende ermöglichen Sie uns dort zu helfen, wo es am dringendsten ist.
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