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Wie die agrarökologische Wende Leben retten kann

Krisen und Kriege treffen auf der ganzen Welt die Ärmsten besonders hart. Die agrarökologische Wende kann die nächste Hungerkrise verhindern trotz hoher Energie-Preise.

Von Dr. Dagmar Pruin am
Frauen sitzen im Kreis und halten Kräuter in den Händen

Eine vielfältige, ökologische und regional verankerte Landwirtschaft ist resistent gegen steigende Rohölpreise.

Der Krieg im Iran pausiert zurzeit. Hunderttausende Menschen in der Region leiden noch immer unter den Folgen, der Vertreibung und der Ungewissheit. Die bereits bestehenden Krisen haben sich im Schatten des Krieges weiter verschärft. Die Auswirkungen sind global und werden noch lange spürbar sein. Während sich der deutsche Blick allzu oft auf die heimische Tankstelle richtet, wird klar: Dieser Krieg hat weltweit wieder die Ärmsten am härtesten getroffen!

Viele der Katastrophen infolge des Krieges finden leise statt. Die steigenden Rohstoffpreise führen dazu, dass Kunstdünger teurer geworden ist und Transportkosten gestiegen sind. Durch gestiegene Lebensmittelpreise und die mangelnde Versorgung notleidender Menschen droht eine weitere Hungerkrise.

Ökologische Landwirtschaft schützt Menschen im Globalen Süden

Dabei drehen wir uns im Kreis, denn schon kurz nach dem Beginn des Angriffs Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 haben wir vor den Folgen der Eskalation für die Ernährungssituation gewarnt und es kam, wie es kommen musste. Auf Teuerungen folgten Inflation, eine ausgewachsene Ernährungskrise und damit Hunger. Damals beobachteten wir die Entwicklungen aufmerksam und wir warnten. Vor allem aber forderten wir: Es braucht eine Transformation der Landwirtschaft und der Ernährungssysteme!

Denn eine agrarökologische Wende schützt unbeteiligte Menschen im Globalen Süden, aber auch im Norden vor den Folgen von Kriegen und Krisen. Doch die von Brot für die Welt und anderen angemahnte Transformation der Agrar- und Ernährungssysteme wurde bislang nicht ausreichend umgesetzt. Die Landwirtschaft vieler Länder ist nach wie vor strukturell abhängig von Importen und energieintensiven Rohstoffen – insbesondere von erdgasbasiertem synthetischen Stickstoffdünger.

Vorsorge heißt, auf ökologische und menschenrechtsbasierte Lösungen zu setzen

Vorsorge heißt, auf agrarökologische und menschenrechtsbasierte Lösungen zu setzen. Der Ansatz stärkt lokale Gemeinschaften und Produktionsketten, indem er sie unabhängiger von Dünger- und Nahrungsimporten macht und kurze Vermarktungswege priorisiert. Agrarökologie ist kein Luxusprojekt – sie ist eine wichtige Schutzmauer gegen die nächste Hungerwelle. Wer heute in nachhaltige, lokale Ernährung investiert, schützt morgen Menschenleben.

Der Beitrag erschien auch in meiner Kolumne bei der Frankfurter Rundschau.

 

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Kleinbäuerin Claudine Hashazinyange mit Avocados vom Baum ihres Schwiegervaters. Schülerinnen in Äthiopien

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