Gegen Kürzungen in der Entwicklungszusammenarbeit
Die Bundesregierung plant massive Kürzungen in der Entwicklungszusammenarbeit und der humanitären Hilfe. Wir haben bereits 100.000 Unterschriften dagegen überreicht und sammeln.
Bereits 100.000 Unterschriften überreicht
Im Bundeshaushalt 2027 soll der Etat des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) um weitere rund 600 Millionen Euro sinken. Die bereits stark gekürzten Mittel für humanitäre Hilfe sollen stagnieren. Dagegen protestieren wir in einem großen Bündnis zivilgesellschaftlicher Organisationen zusammen mit rund 100.000 Unterzeichner*innen unserer Petition. Die Unterschriftensammlung haben wir am 8. September 2026 in Berlin an die Bundestagsfraktionen von SPD und CDU übergeben. In Empfang nahmen sie der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Dr. Matthias Miersch und der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Klaus Mack. Wir sammeln weiter, denn Entwicklungszusammenarbeit hilft allen Menschen in Würde und Frieden zu leben, auch hier in Deutschland.
Wo Kürzungen Menschenleben kosten
Es gibt zurzeit sehr viele Krisen und Konflikte auf der Welt. Weit mehr als eine Milliarde Menschen stemmen sich gegen Armut, Hunger und die schwerwiegenden Folgen der Klimakrise, darunter viele Frauen und Kinder. Deshalb darf die Bundesregierung die Mittel für Entwicklungszusammenarbeit nicht weiter kürzen.
Entwicklungszusammenarbeit rettet Leben
Weitere Kürzungen treffen eindeutig die Falschen. Entwicklungszusammenarbeit und Nothilfe retten nachweislich Menschenleben, stärken die Gesundheitsversorgung, verbessern Bildung und Ernährungssicherheit und sie schaffen Einkommenschancen. Besonders wirksam sind solch unterstützende Maßnahmen dort, wo sie die Ungleichheit verringern und die Rechte von Frauen und Mädchen stärken sowie andere benachteiligte Gruppen unterstützen.
In die Entwicklungszusammenarbeit investieren
Wer hier spart, verschärft nur die Folgen von Krisen. Mehr Menschen werden hungern, Gesundheitsstationen müssen schließen, Mädchen verlieren ihren Schulplatz und Familien ihre Lebensgrundlage. Deshalb fordern wir die verantwortlichen Politiker*innen auf: Stoppen Sie die Kürzungen der Mittel für Nothilfe und Entwicklungszusammenarbeit. Investieren Sie stattdessen in diesen Bereich. Damit sichern Sie auch ganz nebenbei hunderttausende Arbeitsplätze in der deutschen Exportwirtschaft, wie eine aktuelle Studie der Universität Göttingen berechnet hat.
Sparen Sie nicht bei den Menschen, die unsere Solidarität am dringendsten brauchen! Stärken Sie lieber Menschenrechte und Gleichberechtigung, in Deutschland und auf der ganzen Welt, damit Menschen Armut und Hunger überwinden, Frauen selbst über ihr Leben entscheiden und Kinder überall die Chance auf ein würdevolles Leben haben.
Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe müssen verlässlich ausgestattet werden. Die hierfür international vereinbarte Mindestquote liegt bei 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens. Dieses Minimum müssen wir uns leisten.
Eine lebendige Zivilgesellschaft ist das Rückgrat jeder Demokratie – in Deutschland und weltweit. Entwicklungszusammenarbeit heißt, Menschen zu befähigen, ihre Zukunft selbst zu gestalten. Schützen Sie die Zivilgesellschaft.
Über Jahrzehnte gab es in Deutschland einen breiten Konsens über die Notwendigkeit von Entwicklungszusammenarbeit. Dieser Konsens darf nicht kurzsichtiger politischer Rhetorik geopfert werden. Solidarität und Nächstenliebe sind keine Fragen des Zeitgeists, sondern zwischenmenschliche Selbstverständlichkeiten.
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Hinweis: Die Spendenbeispiele sind symbolisch. Durch Ihre zweckungebundene Spende ermöglichen Sie uns dort zu helfen, wo es am dringendsten ist.
56 € ( Spendenbeispiel ) Mit 56 € kann zum Beispiel ein Hygiene-Paket für eine geflüchtete Familie finanziert werden.
100 € ( Spendenbeispiel ) Mit 100 € kann zum Beispiel Gemüse-Saatgut für die Bewirtschaftung von ca. 10 Feldern bereitgestellt werden.
148 € ( Spendenbeispiel ) Mit 148 € kann zum Beispiel ein Regenwassertank mit 2.000 Liter Fassungsvermögen gekauft werden.
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