Kaum ein migrationspolitisches Thema wurde in diesem Jahr so intensiv diskutiert wie die Einrichtung sogenannter Return Hubs. Die Idee: Abgelehnte Asylsuchende sollen nicht zwingend in ihre Herkunftsländer abgeschoben werden, sondern zukünftig auch in Drittstaaten, zu denen sie keinen direkten Bezug haben.
Während Befürworter*innen Return Hubs als wichtigen Baustein einer konsequenteren Asyl- und Abschiebepolitik sehen, warnen Kritiker*innen vor erheblichen (menschen-)rechtlichen Risiken und praktischen Herausforderungen bei der Umsetzung. Deutschland bemüht sich derzeit gemeinsam mit vier weiteren EU-Mitgliedsstaaten, Drittländer für die Einrichtung solcher Zentren zu gewinnen.
Angesichts dieser Entwicklungen wollen wir eine Zwischenbilanz ziehen:
Wo stehen die Umsetzungspläne Deutschlands und der anderen EU-Mitgliedsstaaten?
Welcher rechtliche Rahmen gilt für Return Hubs?
Wie sind die Pläne aus menschenrechtlicher und entwicklungs-politischer Sicht zu bewerten?
Über diese Fragen diskutieren wir mit Ludwig Jung (Referatsleiter Internationale Migrationszusammenarbeit, BMI), Eunice Ndonga (AFSC Kenia), Anna Suerhoff (wissenschaftliche Mitarbeiterin, DIMR), Svenja Niederfranke (Research Fellow, DGAP) und Ciaran Wrons-Passmann (Geschäftsführer Ökumenisches Netz Zentralafrika).
Der Podiumsdiskussion vorangestellt ist ein Gespräch mit Yael Schacher (Refugees International, USA). Als Initiatorin des Projekts Third Country Deportation Watch wird sie über die Drittstaatsabschiebungen aus den USA berichten. Gemeinsam wollen wir erörtern, welche Lehren sich daraus für die Etablierung europäischer Return Hubs ziehen lassen. Das Gespräch findet auf Englisch statt.
Die Veranstaltung wird vom Deutschen Institut für Menschenrechte (DIMR) und Brot für die Welt durchgeführt. Es gelten die Chatham House Rules. Eine Teilnahme ist nur mit vorheriger Anmeldung und vorbehaltlich der verfügbaren Plätze möglich.
Versanstaltungsort: Brot für die Welt, Caroline Michaelis Str. 1, 10115 Berlin
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