Film und Gespräch im Rahmen der Alternativen Rohstoffwoche
Lithium ist unverzichtbar für die Energiewende. An keinem Ort der Welt gibt es mehr von dem begehrten Metall als im Hochland Boliviens. Ohne Lithium würde kein Stromspeicher, kein Rechenzentrum, kein Elektroauto und kein Smartphone funktionieren.
Die Europäer wollen den Rohstoff, um ihre Automobilindustrie zu retten. Die Bolivianer wollen ihn, um die Armut zu bekämpfen. Während die bolivianische Regierung mit Unternehmen aus aller Welt verhandelt, mobilisieren sich in ländlichen Gebieten zivilgesellschaftliche Gruppen, die hauptsächlich von Frauen organisiert werden.
Der Film bietet einen seltenen Einblick in die Strategie der Europäer, sich das dringend benötigte Material zu sichern. Er macht die gegensätzlichen Interessen bezüglich des Rohstoffabbaus und der Industrialisierung in einem Land des sogenannten globalen Südens sichtbar.
Die Gegenwart wird von 500 Jahren Kolonialgeschichte überschattet. Texte aus der Chronik eines indigenen Zeitzeugen des 16. Jahrhunderts verändern den Blick auf die heutige Welt und werfen die Frage auf:
Sind wir bereit zur Dekolonialisierung?
Anschließendes Filmgespräch mit:
- Jens Schanze, Produzent, Drehbuch, Regie
- Oscar Campanini, Direktor des Centro de Documentación e Información Bolivia (CEDIB), Bolivien
- Pia Marchegiani, Direktorin der Fundación Ambiente y Recursos Naturales (FARN), Argentinien
Moderation: Johanna Sydow, Heinrich-Böll-Stiftung
Veranstalter*innen: Heinrich-Böll-Stiftung, Cine Global Filmverleih, Brot für die Welt
Ort: Heinrich-Böll-Stiftung, Bundesstiftung Berlin, Schumannstr. 8, 10117 Berlin sowie online
Sprache: Deutsch und Spanisch mit Simultanübersetzung
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