Beeindruckende Projekterfolge trotz Dürre und Inflation
Trotz schwieriger Bedingungen konnte das Projekt seine Ziele 2025 zu großen Teilen erreichen. Darüber hinaus erzielte es sogar einige ungeplante Erfolge. Inzwischen hat eine neue Projektphase begonnen.

Dank ihres Wassertanks hat Bäuerin Joy Kamusiime die lange Dürreperiode gut überstanden.
Im Jahr 2025 stand das Projekt unserer Partnerorganisation ACORD vor einigen Herausforderungen. So herrschte von Juni bis August eine extreme Trockenheit. Zudem stiegen infolge der globalen Inflation nicht nur die Preise für Lebensmittel und Benzin stark an, sondern auch die Kosten für Baumaterialien. Daher konnten nicht alle geplanten Wassertanks und Kochherde tatsächlich fertig gestellt werden.
Bewässerungssysteme erleichtern die Arbeit
Bäuerin Joy Kamusiime und ihre Familie überstanden die lange Dürreperiode, ohne dass ihnen das Wasser ausging. Verantwortlich dafür war der Tank, den die Familie mit Unterstützung von ACORD errichtet hatte. Joy Kamusiime konnte ihr Gemüse weiter bewässern und das, was die Familie nicht selbst benötigte, in ihrem Laden verkaufen. Nachdem der Regenwassertank fertiggestellt worden war, hatte sich die Familie ein eigenes kleines Bewässerungssystem gebaut, um sich die Arbeit zu erleichtern und sicherzustellen, dass die Pflanzen nicht vertrocknen.
Erhöhte Resilienz dank verbessertem Wasserzugang
Ende 2025 ist die dreijährige Projektphase zu Ende gegangen. Projektkoordinator Pius Nsubuga ist mehr als zufrieden: „Wenn wir in die Dörfer kommen, in denen wir gearbeitet haben, rufen uns die Leute zu: ‚Danke für alles‘“, erzählt er. Das Projekt habe sein Hauptziel zu großen Teilen erreicht: die Resilienz von Frauen durch einen verbesserten Zugang zu Wasser und die Nutzung klimafreundlicher Technologien zu stärken. So wurden neben 330 Regenwassertanks und 30 Mikro-Bewässerungssystemen auch 317 energiesparende Herde gebaut. Auch auf die Gesundheit der Menschen hatte das Projekt positive Auswirkungen: Mehr als 80 Prozent der Familien berichteten, dass sie dank des sauberen Wassers heute seltener krank sind.
Frauen entwickeln sich zu Führungskräften
Daneben erzielte das Projekt sogar einige Erfolge, die nicht geplant waren: So entwickelten sich Frauen in ihren Dörfern zu angesehenen Führungskräften, die Aufgaben in den Bereichen Moderation, Konfliktlösung und Entscheidungsfindung übernehmen. Es bildeten sich Spar- und Kreditgruppen, die Familien den Zugang zu informellen Krediten erleichtern, wodurch sie besser auf Klimaschocks reagieren und auch in Krisenzeiten notwendige Ausgaben wie Schulgebühren oder Medikamente bestreiten können. Und viele Haushalte, die nicht Teil des Projektes waren, begannen, Praktiken wie Regenwassernutzung, die Verwendung brennstoffsparender Öfen oder Boden und Wasserschutztechniken zu übernehmen, nachdem sie deren Vorteile bei ihren Nachbarinnen und Nachbarn beobachtet hatten.
Neue Projektphase gestartet
Im Januar 2026 begann dann eine neue Projektphase. Auch in den nächsten drei Jahren geht es wieder darum, die Gemeinden widerstandsfähiger gegen den Klimawandel zu machen: durch einen besseren Zugang zu sauberem Wasser, sanitäre Einrichtungen und klimafreundliche Technologien. Das Projekt wird in denselben fünf Distrikten im Südwesten Ugandas durchgeführt, jedoch in anderen Dörfern. Es richtet sich an über 6.000 Frauen und 4.000 Männer, umgesetzt wird es zusammen mit Frauengruppen, Schulen und Kirchengemeinden.