Pressemeldung

Nord-Süd-Kommission eingesetzt: Erfolg hängt von der Beteiligung des Globalen Südens ab


Heute wurde im Rahmen der Hamburg Sustainability Conference offiziell die entwicklungspolitische Nord-Süd-Kommission (ENSK) der Bundesregierung vorgestellt. Das evangelische Entwicklungswerk Brot für die Welt begrüßt die Einsetzung ausdrücklich. Die Bundesregierung übernimmt damit internationale Verantwortung und gestaltet die Zukunft globaler Zusammenarbeit aktiv mit. Ob die Kommission, die auch Süd-Nord-Kommission genannt wird, erfolgreich sein wird, hängt davon ab, ob die Perspektiven des Globalen Südens konsequent in den Mittelpunkt gestellt und faire Beteiligungsmöglichkeiten geschaffen werden, kommentiert Sunita Narain, Direktorin des Centre for Science and Environment (CSE), einer Partnerorganisation von Brot für die Welt. Das CSE ist eine bekannte Umwelt-NGO und Denkfabrik mit Sitz in Neu-Delhi. 

„Der Multilateralismus steht derzeit unter massivem Druck, genau deshalb ist die Kommission ein wichtiger Schritt. In der Krise liegt jetzt auch die Chance, die grundlegende Architektur internationaler Zusammenarbeit gerechter zu gestalten und den Globalen Süden stärker zu beteiligen.

Die Kommission muss die Perspektiven des Globalen Südens konsequent in den Mittelpunkt stellen und faire Beteiligungsmöglichkeiten schaffen. Noch ist die Zusammensetzung der Kommission nicht bekannt.
Klar ist, dass die Kommission viele globale Perspektiven und Erfahrungen glaubwürdig abbilden muss. Das geht nur, wenn die Zivilgesellschaft ausreichend beteiligt ist. Insbesondere marginalisierte Gruppen aus dem Globalen Süden müssen eingebunden werden. Das Motto muss sein: ‚Keine Entscheidung über Betroffene ohne die Betroffenen‘.

Entscheidend wird sein, dass die Kommission ihren Blick nicht auf deutsche Interessen verengt. Wir begrüßen es sehr, dass sie Empfehlungen für eine globale Entwicklungsagenda nach 2030 erarbeiten soll. So kann die Süd-Nord-Kommission zu einer Kommission für globale Gerechtigkeit werden. Denn Armut, Ungleichheit, die Klimakrise und Konflikte lassen sich nur durch internationale Zusammenarbeit bewältigen.“ 

Pressekontakt
Prokop Bowtromiuk
Pressesprecher Brot für die Welt
Telefon 030 65211 1559
Mobil 0172 58213 13
prokop.bowtromiuk@brot-fuer-die-welt.de


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