Modeberaterin Silke Gerloff erläutert die Zusammenstellung einer Capsule Wardrobe
© Brigitte Molter
Was ist eigentlich eine Capsule Wardrobe? Warum ist es nachhaltig, den eigenen Kleiderschrank auf ca. 40 Teile zu reduzieren? Und wie stelle ich mir eine solche minimalistische Garderobe klug zusammen, so dass sie zu meiner Person und meinem Lifestyle passt?

Bei dem großen Angebot fällt die Auswahl schwer
Mit dem Weg zu einem nachhaltigeren Kleidungsschrank beschäftigte sich der Workshop „Slow Fashion Coach extra: Capsule Wardrobe“ vom Forum Bildung und Gesellschaft der EKKW, dem Evangelischen Frauenbegegnungszentrum EVA und Brot für die Welt im Zentrum Oekumene der EKHN und EKKW.
Ziel einer Capsule Wardrobe ist es, Kleidung langfristig zu nutzen und die Anzahl wenig oder kaum getragener Teile zu reduzieren. Eine solche Garderobe erleichtert die tägliche Outfitwahl, reduziert spontane Fehlkäufe und vermindert gleichzeitig die negativen Auswirkungen des Kleiderkonsums. Dazu gehören ausbeuterische Löhne und Arbeitsbedingungen in der Produktion sowie massive Umweltbelastungen.
Um das Konzept nicht nur kennenzulernen, sondern auch gleich in der Praxis zu erproben, trafen sich rund 15 Frauen bei Samt & Sonders XXL in Frankfurt-Enkheim. Der Second Hand-Markt der Diakonie Frankfurt und Offenbach lebt den Nachhaltigkeitsgedanken, indem dort gut erhaltene Kleidungsstücke und andere Gebrauchsgegenstände neue Besitzer finden können.
Modeberaterin Silke Gerloff erläuterte zunächst die Idee der Capsule Wardrobe und die Herangehensweise beim Aufbau einer solchen bewusst reduzierten Garderobe. Sie wird zusammengestellt aus zeitlosen, qualitativ hochwertigen und gut kombinierbaren Kleidungsstücken. Anschließend hatten die Teilnehmerinnen Gelegenheit, sich aus dem umfangreichen Sortiment von Samt & Sonders XXL ihre persönliche Auswahl zusammenzustellen und diese vor der Gruppe zu präsentieren.
Der Workshop war ein Zusatzangebot zur regelmäßig angebotenen Reihe „Slow Fashion Coach“. In diesem Qualifizierungsangebot für Frauen erhalten die Teilnehmerinnen in vier ganztägigen Modulen umfassendes Wissen über Herstellungsbedingungen von Kleidung, Lieferketten, Mode-Labels, Preisgestaltung und Entsorgung. Die Vorträge werden dabei durch Praxisbeispiele und Workshops ergänzt. Der nächste Durchgang der Reihe startet am 24.04.2027.
Für weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe und den Anmeldemöglichkeiten kontaktieren Sie uns gern.
Hinweis: Die Spendenbeispiele sind symbolisch. Durch Ihre zweckungebundene Spende ermöglichen Sie uns dort zu helfen, wo es am dringendsten ist.
56 € ( Spendenbeispiel ) Mit 56 € kann zum Beispiel ein Hygiene-Paket für eine geflüchtete Familie finanziert werden.
100 € ( Spendenbeispiel ) Mit 100 € kann zum Beispiel Gemüse-Saatgut für die Bewirtschaftung von ca. 10 Feldern bereitgestellt werden.
148 € ( Spendenbeispiel ) Mit 148 € kann zum Beispiel ein Regenwassertank mit 2.000 Liter Fassungsvermögen gekauft werden.
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