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Wassersicherheit – existenziell für alles Leben

Beim Gesprächsabend im Kaufunger Stephanushaus beleuchteten Dr. Cornelia Frings von der Uni Mainz und Brigitte Molter, Referentin Brot für die Welt, die globale Wasserkrise und die Möglichkeiten einer sozial gerechten Verteilung von Wasser.

Von Claudia Hadj Said am
Gruppenfoto Pfaff

Gesprächsabend "Wasser ein kostbares Gut" v.l.n.r. Claudia Hadj Said (Öffentlichkeitsarbeit Brot für die Welt), Pfarrer i.R. Bernd Müller, Pfarrerin Dr. Christina Bickel, Dr. Cornelia Frings (wiss. Mitarbeiterin Uni Mainz), Brigitte Molter (Referentin Brot für die Welt)

70% der Erdoberfläche sind von Wasser bedeckt, jedoch nur 0,3% des weltweiten Süßwassers steht als Wasserdargebot zur Verfügung. Mehr als zwei Milliarden Menschen jedoch haben keinen sicheren Zugang zu Wasser, obwohl die Vereinten Nationen sauberes Trinkwasser im Jahr 2010 zum Menschenrecht erklärt haben.

Wasser wird nicht nur als Trinkwasser, zum Kochen und für Körperhygiene benötigt, sondern z.B. auch für die Erzeugung von Lebensmitteln, für nahezu alle industriellen Prozesse und damit natürliche Ökosysteme überleben können. „Weltweit kommt es zu einer Verknappung von Frischwasserressourcen in Folge menschengemachter Eingriffe in den natürlichen Wasserkreislauf“, sagt Dr. Cornelia Frings, wiss. Mitarbeiterin im Fachbereich Politische Theorie/Public Policy an der Universität Mainz. „Dadurch sind über viele Jahre große Mengen an Süßwasser verloren gegangen. Die Kontinente trocknen aus. Davon sind 75 Prozent der Weltbevölkerung betroffen. Die Veränderungen greifen für viele spürbar und überübersehbar in das tägliche Leben ein.“ Fings ist überzeugt: „Wassersicherheit ist eine der wichtigsten Aufgaben der nächsten Jahre. Der Klimawandel bringt große Herausforderungen für die Wassersicherheit mit sich und muss bekämpft werden.“ Wasser muss effizienter genutzt werden. Künstliche Eingriffe in den Wasserkreislauf müssen zurückgebaut werden und die knappen Wasserressourcen möglichst fair und gerecht verteilt werden.

Im vergangenen Jahr konnte sich Brigitte Molter, Referentin für Brot für die Welt in beiden hessischen Landeskirchen, selbst ein Bild von der Situation kleinbäuerlicher Landwirtschaftsbetriebe und der Ernährungssicherheit vieler Familien auf dem Land machen. Obwohl Peru seit der Jahrtausendwende eine der höchsten Wachstumsraten Lateinamerikas verzeichnet, profitieren die Menschen auf dem Land wenig davon. „Die Brot für die Welt-Partnerorganisation ARARIWA unterstützt Kleinbauernfamilien bei der Entwicklung von Wasserprojekten, von denen die gesamte Region profitiert“, berichtet Molter. Gräben an Berghängen leiten Regenwasser in große Wasserreservoirs im Tal. Die Bewässerung von Feldern wird mit Sprinklern und PET-Flaschen ermöglicht, welche mit einfachsten Mittel hergestellt werden können. Kahle Hänge werden aufgeforstet, was wiederum Niederschläge fördert. Familien in den Anden haben so Wege gefunden, die immer seltener werdenden Niederschläge effizienter zu nutzen.

Im Anschluss an die Vorträge wurden in angeregten Gesprächen Publikumsfragen erörtert und regionale Bezüge hergestellt. 

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Kleinbäuerin Claudine Hashazinyange mit Avocados vom Baum ihres Schwiegervaters. Schülerinnen in Äthiopien

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