Fürbitte
Zum internationalen Tag der Erinnerung an den Sklavenhandel und dessen Abschaffung bitten wir:
Gott, öffne unsere Herzen und lass uns das Unrecht und die Tragödie des Sklavenhandels erfassen.
Lass uns die Erinnerung an die Millionen von Menschen wachhalten,
die ihren Familien entrissen und in ferne Länder verschleppt wurden,
die während der Verschleppung an Hunger und Krankheiten starben,
die unter Zwang arbeiten und Gewalt und Rechtlosigkeit erleiden mussten.
Lass uns die Millionen Menschen nicht vergessen,
die in der Sklaverei geboren wurden
und deren Leben von Unterdrückung bestimmt war.
Hilf uns, ihre Tapferkeit und Widerstandskraft heute zu ehren.
Bewahre uns davor, ihr Leid zu vergessen oder zu verdrängen.
Schenke uns Einsicht und Weisheit, die Geschichte zu kennen, ihre Zusammenhänge zu verstehen
und offen über Methoden und Folgen des transatlantischen Handels zu sprechen.
Gott wir bitten dich, lass uns erkennen, wo das Unrecht von damals
bis heute in unserer Welt fortwirkt,
wo Menschen wegen ihrer Herkunft, ihres Aussehens oder ihrer Zugehörigkeit
benachteiligt, ausgebeutet oder ausgeschlossen werden,
gib uns den Mut, nicht wegzusehen.
Stärke uns alle jeden Tag, Rassismus und Ausbeutung weiter zu bekämpfen,
in unserem Alltag und in der internationalen Gemeinschaft.
Gib uns den Mut gegen die Muster des Rassismus aufzubegehren,
online, in den Medien, in den Schulen, am Arbeitsplatz
und in unserem eigenen Leben, Fühlen und Denken.
Halte unsere Schritte auf dem Weg von Aufklärung, Bildung und Zusammenhalt,
führe uns auf diesem Weg – weg von Hass und Hetze,
und hin zu einer Welt, in der die Würde jedes Menschen geachtet wird.
Gib uns deinen Geist,
dass unsere Erinnerung unser Handeln präge und unser Erkennen unser Herz bewege
und unser Ringen um Gerechtigkeit in unserem Leben und Zusammenleben sichtbar werde.
Lass uns aus der Erinnerung heraus achtsam für die Gegenwart werden
und aus der Erkenntnis heraus immer nach neuen Wegen suchen,
wie Gerechtigkeit und Respekt unter allen Menschen wachsen können.