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Ein neues Jahr in Costa Rica

Schon mehr als fünf Monate ist es jetzt her, dass ich mich voller Vorfreude und offener Erwartungen auf die Reise nach Costa Rica begeben habe. Mittlerweile fühle ich mich hier wie zuhause, habe bereits Weihnachten und Neujahr hinter mir und blicke jetzt voller Tatendrang auf die zweite Hälfte meines Freiwilligendienstes. Zeit für einen Rückblick auf die erste Hälfte.

Von Freiwilligendienst Nord-Süd am
Kleine Englischstunde und Austausch

Kleine Englischstunde und Austausch

Meine Einsatzstelle

Zusammen mit drei anderen deutschen Freiwilligen arbeite ich in der Iglesia Luterana Costarricense (ILCO) in San José. Zu unseren Aufgaben gehören die Arbeit in einem Kindergarten, in einer Herberge und im Büro der ILCO. Im Kindergarten helfen wir dabei, ca. 30 Kinder im Alter von 1 bis 10 zu betreuen. Wir bereiten für sie unter anderem Projekte zum Thema Englisch und Deutsch lernen, Basteln und Sport vor. In der Herberge ist es unserer Aufgabe, Begegnungsräume mit Migrant*innen zu schaffen, indem wir ähnliche Projekte für die Kinder oder Erwachsenen vorbereiten. Außerdem helfen wir bei weiteren Projekten, wie beispielsweise vor Kurzem bei einem Second Hand-Flohmarkt.

Eine neue Stadt und Sprache

Meine ersten Tage in San José waren geprägt von den Fragen: Wie werde ich mit meiner Arbeit zurechtkommen? Wird mir mein Schulspanisch wirklich dabei helfen, mich zu verständigen? Und natürlich von der Vorfreude, etwas Neues zu erleben.

Zum Glück durfte ich sehr bald erfahren, dass jegliche Sorgen umsonst gewesen waren. Wir wurden langsam in unsere Arbeit eingeführt, haben erst unsere Mentor*innen bei der ILCO sowie die Ziele und Philosophie hinter ihren Programmen kennengelernt. Dann wurden uns unsere Arbeitsstellen und Ansprechpartner*innen vor Ort vorgestellt, bevor wir schließlich anfingen, selbstständig zur Arbeit zu gehen und uns mit den Aufgaben vertraut zu machen. Dabei habe ich mich stets gut bei den Kolleg*innen in meinem Arbeitsumfeld aufgehoben gefühlt und am Anfang haben wir regelmäßige Treffen mit unserem Mentor gehabt, um eventuelle Probleme und Sorgen zu besprechen.

Die „Sprachbarriere“ stellte sich auch als kein Problem heraus. Alle meine Ansprechpersonen und vor allem die Kinder im Kindergarten sind sehr geduldig mit meinem anfangs noch eher dürftigen Spanisch umgegangen. Durch den Alltag und den regelmäßigen Austausch mit den Kindern, Migrant*innen und Kolleg*innen hat mein Spanisch sich dann schließlich so schnell verbessert, wie ich es niemals für möglich gehalten hätte, was mein Selbstbewusstsein extrem gesteigert hat.

Mein Leben in Costa Rica abseits der Arbeit

In meiner Freizeit habe ich die Möglichkeit, die Kultur und Natur des Landes auf eigene Faust kennenzulernen. Dazu habe ich zusammen mit anderen Freiwilligen an den freien Wochenenden unzählige Strände, Berge und Wälder erkundet. Besonders gefallen haben mir die Besuche bei anderen Freiwilligen, die in Orten ohne Tourismus außerhalb von San José leben. Das ist eine ganz andere Erfahrung, als ein Wochenende an einem beliebten Strandort zu verbringen. Da wir uns seit Mitte Dezember in der Trockenzeit befinden, nutze ich meine Wochenenden auch gerne, um in San José zu bleiben und Zeit mit meinen neu gewonnenen Kontakten in der Stadt, z.B. mit Skaten und Musik machen, zu verbringen.

Eine besondere Zeit stellten für mich die Tage über Weihnachten und Silvester dar, da ich als fast einziger Freiwilliger in San José geblieben war und es meine ersten Festtage außerhalb von Zuhause waren. In dieser Zeit habe ich jedoch besonders viele Kontakte in der Stadt knüpfen können und hatte die Möglichkeit, Silvester bei der venezolanischen Familie eines Freundes zu feiern. Die Weihnachtstage habe ich mit anderen Freiwilligen mit Kochen und Backen verbracht.

Neben diesem Teil der Freizeit gibt es aber auch noch den WG-Alltag in unserer Wohnung mit sechs Personen. Dazu gehören Aufgaben wie regelmäßiges Einkaufen, Kochen und Putzen, was mal mehr und mal weniger funktioniert. Trotzdem gefällt mir das Zusammenleben hier sehr und ich könnte mir keine besseren Mitbewohner*innen wünschen.

Mehr Projekte und neue Horizonte

Neben den Projekten im Kindergarten und der Herberge kamen für uns mit der Zeit auch neue Programme in der ILCO dazu. Zum einen das Projekt „Escuela de Verano“, für das wir abwechselnd Gemeinden der ILCO besuchen und für die Kinder vor Ort Fußballspiele und andere Aktivitäten sowie Essen und Snacks vorbereiten. Dafür haben wir bereits Gemeinden in San José sowie zwei Gemeinden der Bribri, der größten indigenen Gemeinschaft in Costa Rica, besucht und werden dafür in den nächsten Monaten noch mehr Orte im Land bereisen.

Zum anderen haben wir Freiwilligen uns jeweils eine Gemeinde der ILCO ausgesucht, in der wir einmal im Monat bei der Jugendarbeit aushelfen. Ich habe mich für  die Sarapiquí-Gemeinde entschieden, etwa zwei Stunden im Nordosten von San José. Das Klima dort ist viel tropischer als in der Stadt und die Flächen außerhalb der kleinen Orte sind geprägt von Bananen- und Ananasplantagen sowie Palmen, Bäumen, Büschen und Wäldern. Ich war vor Kurzem zum ersten Mal dort und freue mich besonders auf das nächste Mal, wenn ich die Menschen dort wiedersehe.

Dass nun fast die Hälfte meiner Zeit in Costa Rica herum ist, bestätigt nur mein Gefühl, dass die Zeit hier rasend schnell vergeht. Deshalb habe ich umso mehr Tatendrang, alle meine übrigen Pläne zu verwirklichen und gehe auch in die zweite Hälfte mit ganz viel Vorfreude.

Von Max Zimmermann

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Kleinbäuerin Claudine Hashazinyange mit Avocados vom Baum ihres Schwiegervaters. Schülerinnen in Äthiopien

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