Pressemeldung

Ärmste Staaten brauchen Klimafinanzierung zur Erschließung von erneuerbaren Energien

Erste Konferenz zum Ausstieg aus fossilen Brennstoffen in Kolumbien

Berlin, 25. April 2026. Bis heute hat es die internationale Gemeinschaft nicht geschafft, bei den jährlich stattfindenden Gipfeln der Klimarahmenkonvention den Ausstieg aus fossilen Energien voranzutreiben. Auf Initiative von Kolumbien und den Niederlanden findet deshalb vom 24.-29. April 2026 die erste Konferenz zum Ausstieg aus fossilen Brennstoffen in Santa Marta in Kolumbien statt. Die Gastgeber Kolumbien und die Niederlande werden dabei von über 50 Ländern unterstützt. Ziel der Konferenz ist es, parallel zu den festgefahrenen Klimaverhandlungen eine Koalition aus Staaten zusammenzubringen, die für ein internationales Abkommen für einen fairen Ausstieg aus fossilen Energien arbeitet. Dazu sagt Sabine Minninger, Klimaexpertin von Brot für die Welt:

„Die Konferenz ist für die am wenigsten entwickelten Staaten von großer Bedeutung. Obwohl diese Länder am wenigsten zu den globalen Emissionen beitragen, gehören sie zu den Staaten, die am stärksten von den Folgen des Klimawandels betroffen sind. Der Krieg im Iran und die Spannungen im Nahen Osten haben uns zudem deutlich vor Augen geführt, wie abhängig die Welt von fossilen Energieträgern ist und wie die Risiken zunehmen. Die Sperrung der Straße von Hormus gefährdet mehrere afrikanische Staaten in ihrer Ernährungssicherheit, da sie höhere Dünger-, Energie- und Frachtkosten stemmen müssen. Zugleich verfügt Afrika über einige der weltweit wichtigsten erneuerbaren Energiequellen, die bislang weitgehend ungenutzt geblieben sind. Millionen Menschen in Afrika haben noch immer keinen Zugang zu Elektrizität und sauberen Kochmöglichkeiten. Die Konferenz in Santa Marta bietet eine entscheidende Gelegenheit, diese Ungerechtigkeit zu korrigieren. Eine angemessene Klimafinanzierung für die ärmsten Staaten kann dabei helfen, die Erschließung erneuerbarer Energien voranbringen.“

Zusammen mit einem internationalen inter-religiösen Bündnis unterstützt Brot für die Welt die Ziele der Initiative zum Ausstieg aus den fossilen Brennstoffen (Fossil Fuel Non-Proliferation Treaty Initiative). Als glaubensbasierte Institutionen fordern wir die Staats- und Regierungschefs weltweit auf, einen Vertrag zum Ausstieg aus fossilen Brennstoffen zu verabschieden, der Folgendes vorsieht:

•     Die Erschließung neuer Kohle-, Öl- und Gasvorkommen wird eingestellt.

•     Die bestehende Förderung fossiler Brennstoffe muss rasch und gerecht auslaufen und dabei sicherstellen, dass betroffene Arbeitnehmer*innen und Gemeinden unterstützt werden.

•     Eine globale gerechte Energiewende muss allen Menschen der universelle Zugang zu sauberer, sicherer, zuverlässiger und bezahlbarer erneuerbarer Energie sichern.

Mehr zum interreligiösen Bündnis und dem Brief an die Staats- und Regierungschefs finden Sie hier:

https://faithsforafossilfreefuture.org/

https://actionnetwork.org/forms/multi-faith-letter-2?source=direct_link&

 

Pressekontakt:

Prokop Bowtromiuk, Pressesprecher, Brot für die Welt

0172 58213 13

prokop.bowtromiuk@brot-fuer-die-welt.de


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