Der kleine Ort Huaca im Norden Perus liegt in einem Wüstental. Sandhügel und einzelne Sträucher prägen hier das Bild.
© Nina Mair/Brot für die Welt
Die Kleinbauernfamilien im Valle del Chira bauten früher hauptsächlich Mais, Maniok und Süßkartoffeln an, wovon sie kaum leben konnten. Heute produzieren sie Bio-Bananen und exportieren die fair gehandelten Früchte nach Europa.
Bevor Francisco Imán Vílchez und seine Frau Elisabeth begannen, Bananen anzubauen, setzten sie auf Mais, Maniok und Süßkartoffeln. Knapp einen Hektar Land hatte die Familie dafür zur Verfügung. Auch die drei Töchter mussten mithelfen. Trotz des großen Aufwands, den die ganze Familie damals betrieb, lebten sie immer am Rande der Armut. Selten fanden sie genügend Abnehmer für ihre Produkte. Irgendwann sagten die Töchter: „Papa, so kann es nicht weitergehen, wir müssen etwas anderes versuchen.“
Einen Ausweg bot unsere Partnerorganisation CEDEPAS Norte. Die Hilfsorganisation stellt Kleinbauernfamilien Anschubfinanzierungen und Know-how zur Verfügung. Mit ihrer Unterstützung stellte Francisco auf Bananen-Anbau um. Er erhielt Bio-Setzlinge und das nötige Werkzeug. Alle drei Tage kamen die Fachleute der Organisation vorbei, um ihm zu zeigen, wie er die Pflanzen richtig pflegt und bewässert.
Aktuell stehen die Kleinbauern von La Huaca vor einer großen Herausforderung: Infolge des Klimawandels droht sich der Bodenpilz Foc R4T in Peru immer mehr zu verbreiten. Um die weitere Ausbreitung des Pilzes im Projektgebiet einzudämmen, stellt CEDEPAS den Bauernfamilien Bio-Mittel zur Verfügung. Sie enthalten Mikroorganismen, welche die Qualität der Böden verbessern und den Pilz bekämpfen. Darüber hinaus wird gemeinsam mit weiteren internationalen Partnern daran gearbeitet, eine Bananensorte zu identifizieren, die resistent gegenüber dem Bodenpilz ist.
„Dank der Mittel, die wir von CEDEPAS zur Verfügung gestellt bekommen haben, ist der Pilzbefall hier zum Glück nicht so stark“, sagt Francisco Imán Vílchez. So kann seine Kooperative ihre Bananen weiterhin im Rahmen des Fairen Handels nach Deutschland und in weitere europäische Länder sowie nach Nordamerika exportieren.
Francisco und Elisabeth traten auch der Asociación Valle del Chira bei, einer Vereinigung von Fairtrade-Bananenproduzenten. „Früher hat hier jeder für sich selbst gewirtschaftet“, erzählt Francisco. „Inzwischen haben wir gelernt, zusammenzuarbeiten und gemeinsam Entscheidungen zu treffen.“ Als Mitglied der Kooperative kann Franciscos Familie ihre Früchte jetzt zu einem fairen Preis verkaufen. Ihr monatliches Einkommen hat sich dadurch von 200 auf 450 Euro erhöht, und die Töchter müssen nicht mehr auf den Felder mithelfen.
Mit Ihrer Patenschaft unterstützen Sie nicht nur Kleinbauern wie Francisco, sondern auch die nächsten Generationen. Dafür danken wir Ihnen von Herzen.
Hinweis: Die Spendenbeispiele sind symbolisch. Durch Ihre zweckungebundene Spende ermöglichen Sie uns dort zu helfen, wo es am dringendsten ist.
56 € ( Spendenbeispiel ) Mit 56 € kann zum Beispiel ein Hygiene-Paket für eine geflüchtete Familie finanziert werden.
100 € ( Spendenbeispiel ) Mit 100 € kann zum Beispiel Gemüse-Saatgut für die Bewirtschaftung von ca. 10 Feldern bereitgestellt werden.
148 € ( Spendenbeispiel ) Mit 148 € kann zum Beispiel ein Regenwassertank mit 2.000 Liter Fassungsvermögen gekauft werden.
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100 € ( Spendenbeispiel ) Mit 100 € kann zum Beispiel Gemüse-Saatgut für die Bewirtschaftung von ca. 10 Feldern bereitgestellt werden.
148 € ( Spendenbeispiel ) Mit 148 € kann zum Beispiel ein Regenwassertank mit 2.000 Liter Fassungsvermögen gekauft werden.