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Global lernen Demokratie

Demokratie ist weltweit in Gefahr. Partnerorganisationen, Freiwillige und Stipendiat*innen berichten in unserem neuen Global lernen über ihre Perspektive auf Demokratie, über demokratische Ausdrucksformen auch in eingeschränkten zivilgesellschaftlichen Räumen und zeigen, wie demokratische Freiräume verteidigt oder auch neu erkämpft werden können.

Von Kornelia Freier am
This is what democracy looks like

This is what democracy looks like

„Ich habe gelernt, dass Demokratie keine feststehende Definition ist, sondern ein lebendiger Prozess, der sich durch Dialog und Kampf ständig weiterentwickelt“, berichtet Careen Samatemba, aktuell weltwärts-Freiwillige bei Brot für die Welt aus Sambia.

Demokratie wird oft aus einer westlichen Sicht erklärt und verstanden als eine Staatsform mit bestimmten Elementen, wie Wahlen oder Gewaltenteilung. Diese Form sollte eigentlich für alle Menschen da sein, schließt aber in der Praxis immer wieder Menschen aus. Gleichzeitig gab und gibt es viele Gesellschaften, die Demokratie auf unterschiedliche, oft schon lange bestehende Weise gelebt haben. Diese Formen von Demokratie sind oft nicht sichtbar oder bekannt. Und doch ermöglichen uns gerade diese Beispiele, Demokratie nicht nur als Staatsform, sondern als wirkliche Gesellschaftsform zu denken, die Menschen gleichwertig behandelt. Demokratie ist nicht etwas, das einfach nur „da“ ist. Sie lebt von zivilgesellschaftlichem Engagement – von Menschen und Organisationen, die sie kritisieren und verbessern wollen.

Neues Global lernen

Mit unserem neuen Bildungsmaterial möchten wir bewusst nicht den Fokus auf die legen, die die Demokratie bedrohen und abschaffen wollen, sondern den Blick auf all die mutigen Menschen richten, deren Handlungsspielräume klein sind und die trotzdem nicht aufgeben, für Gerechtigkeit und Demokratie zu kämpfen. Menschen aus Partnerorganisationen von Brot für die Welt berichten über ihr Engagement. Nang Moët Moët, Generalsekretärin bei der Womens League of Burma wendet sich direkt und eindringlich an die Leser*innen:

„Die Demokratie für Burma betrifft nicht nur die Menschen in Burma. Wenn meine Rechte verletzt werden, bedeutet das auch, dass eure Rechte bedroht sind.“

Es gibt verschiedene Möglichkeiten Demokratie zu lernen und zu leben. Die „Global Platform Zambia“ bietet jungen Menschen einen Ort, an dem sie Demokratie in der Praxis ausprobieren und ihre Vorstellungen und Wünsche zum Ausdruck bringen können.

Junge Menschen aus unterschiedlichen Ländern schildern ihren Bezug, ihre Erfahrungen und ihre Perspektive auf Demokratie. Demokratie ist vielfältig und kontextabhängig und genauso vielfältig kann sie gestärkt und verteidigt werden: mit Musik, Sport, Kunst, Social Media, Petitionen und Demonstrationen.

Shrinking Space weltweit wächst

Die Demokratie wird weltweit bedroht und eingeschränkt. Es werden Gesetze erlassen, die Journalist*innen bedrohen, zivilgesellschaftliches Engagement einschränken, die Arbeit der Justiz behindert und Menschenrechte mit Füßen treten. In Peru lassen sich Organisationen trotz Gesetzeseinführungen gegen ihre Arbeit, nicht daran hindern, sich für Menschenrechte und Grundrechte einzusetzen. In Kambodscha gehen junge Menschen für den Umweltschutz auf die Straße, auch wenn sie inhaftiert werden.

Freiräume müssen weltweit und auch in Deutschland verteidigt und erkämpft werden. Dies kann auf verschiedenen Wegen passieren, ob vom Schreibtisch aus oder gemeinsam zur Demo gehen oder diese selbst organisieren, bei Widersetzen mitmachen, einer Gruppe wie der „Solidarischen Bezahlkarte“ beitreten, bis hin zum Teilen von Social Media Beiträgen. Es gibt viele kreative Möglichkeiten sich einzubringen.

Das Bildungsmaterial lädt mit verschiedenen kreativen Aufgaben dazu ein, die eigene Ausdrucksform für demokratisches Engagement zu finden. Es eignet sich für den Einsatz in der schulischen und außerschulischen Jugend- und Erwachsenenbildung. Es steht unten zum Download bereit, kann aber auch kostenfrei in unserem Shop bestellt werden.

Zugehörige Dateien

Demokratie ist weltweit in Gefahr und wird eingeschränkt. Sie ist vielfältig und kontextabhängig und kann in verschiedenen Lebensbereichen stattfinden. Partnerorganisationen, Freiwillige und Stipendiat*innen von Brot für die Welt berichten über ihre Perspektive auf Demokratie, über demokratische Ausdrucksformen auch in eingeschränkten zivilgesellschaftlichen Räumen und zeigen, wie demokratische Freiräume verteidigt oder auch neu erkämpft werden können.

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Kleinbäuerin Claudine Hashazinyange mit Avocados vom Baum ihres Schwiegervaters. Schülerinnen in Äthiopien

Hinweis: Die Spendenbeispiele sind symbolisch. Durch Ihre zweckungebundene Spende ermöglichen Sie uns dort zu helfen, wo es am dringendsten ist.

56 € (Spendenbeispiel) Mit 56 € kann zum Beispiel ein Hygiene-Paket für eine geflüchtete Familie finanziert werden.

100 € (Spendenbeispiel) Mit 100 € kann zum Beispiel Gemüse-Saatgut für die Bewirtschaftung von ca. 10 Feldern bereitgestellt werden.

148 € (Spendenbeispiel) Mit 148 € kann zum Beispiel ein Regenwassertank mit 2.000 Liter Fassungsvermögen gekauft werden.

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