Blog-Beitrag

Eine spannende Gesundheitskonferenz beginnt

Am ersten Tag des Partner-Treffens zu Gesundheit und HIV, zeigte sich Kamerun gleich von seiner schönsten Seite. Limbe ist von einer unglaublichen Pflanzenwelt umgeben, die das Land der Versprechen (so wird Kamerun auch bezeichnet) ohne Zweifel halten kann.

Von Ehemalige Mitarbeitende am
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Ehemalige Mitarbeitende
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Alle Teilnehmenden aus den unterschiedlichsten Regionen Afrikas und verschiedensten Backgrounds sind mit uns in die Konferenz gestartet. Von Anfang an war eine warme und herzliche Atmosphäre zwischen den Teilnehmenden vorhanden, was den Austausch untereinander sehr beflügelte. Das Interesse und der Wunsch sich auszutauschen und voneinander zu lernen waren sofort spürbar.

Flaubert Djateng, der die Moderation für die nächsten Tage übernehmen wird, förderte durch seine charmante Art, eine freundliche und respektvolle Atmosphäre unter den Teilnehmenden, die sich durch den gesamten Tag ziehen sollte. Nach einer kurzen Einführung in die logistischen Abläufe, wurden alle Teilnehmenden von Prof. Tih Pius Muffih von der Cameroon Baptist Convention (CBC) und von unserem Brot für die Welt Kollegen Johann Singer begrüßt. Das Eis zwischen den Teilnehmenden war gebrochen!

Als inhaltliche Einführung in die Konferenz, hielt Prof. Tih Pius Muffih eine spannende Rede über die Entwicklung und die Umsetzung einer gerechten Gesundheitsversorgung. Gleich zu Beginn betonte er die Notwendigkeit des Zugangs zu Gesundheit für jeden Menschen und setzte damit den Grundstein für die kommenden Tage.  Besonders hob er die Alma Ata Deklaration von 1978 mit dem Ziel „Health for All“, die Millenniumentwicklungsziele und die nachfolgende Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung hervor, welche wichtige Bausteine für globale Gesundheit waren und sind. Im Verlauf der Rede ging er auch auf die kommenden Herausforderungen im Bereich der Gesundheit ein. Diese äußern sich vor allem in der raschen Entwicklung der nicht-übertragbaren und chronischen Erkrankungen, dem Mangel an Finanzierung, sowie einer unzureichenden Reaktion auf Epidemien und Katastrophen. Gleichzeitig appellierte er an die Teilnehmenden noch nicht aufzugeben und sich gemeinsam mit seinen gewonnenen Erfahrungen diesen Herausforderungen entgegen zustellen.

 „The challenges are many. We have done much but a lot remains to be done. Collectively we can overcome these challenges. We are here this week to brainstorm, share knowledge, experiences and best practices so that together we can overcome HIV and AIDS and poverty. No one knows it all, and no one is without something to offer. Let us participate actively in this forum.“

Im Anschluss an Prof This Rede begann sofort eine anregende und sehr interessante Diskussion, geleitet durch die unglaubliche Expertise und Erfahrungen der Teilnehmenden, sowie den Willen sich auszutauschen und etwas an der jetzigen gesundheitlichen Situation zu ändern. Obwohl die Partner in unterschiedlichen Gesundheitskontexten arbeiten, waren die gemeinsamen Ziele schnell identifiziert. Es wurden gemeinsame Probleme und Hindernisse gefunden, sowie diskutiert, jedoch konnten auch Querschnittsthemen identifiziert werden.  In drei verschiedenen Workshops wurde  angeregt über die Integration von Lobby- und Advocacy in die Projektarbeit, über das Erreichen von verletzlichen Gruppen wie Frauen, Kindern und Geflüchteten im Land und international und über fehlende Inhalte des zu schreibenden Policy-Papiers Gesundheit/ HIV von Brot für die Welt diskutiert. Vor allem die Problematik wie man Menschen in abgelegenen, ländlichen Gegenden erreichen kann, und wo sich auch Grenzen in der Umsetzung von Lobby& Advocacy zeigen, fand viel Platz in den Diskussionen. Der Ausspruch "If you are not at the table with others, you´ll rather be the menue" sollte uns durch die kommenden Tage begleiten.

Der gesamte Tag entwickelte sich zu einem sehr spannenden und vor allem produktiven Austausch. Das Ziel Partnern von Brot für die Welt eine Plattform zu geben um voneinander zu lernen, hat sich als ein kleiner Erfolg herausgestellt. Diese Plattform wird von allen Teilnehmenden genutzt, wie vor allem in den Pausen- und Zwischengesprächen zu sehen ist. Jetzt geht es darum in den nächsten Tagen gemeinsam erste neue Ideen und Möglichkeiten zu entwickeln.

 

 

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