Um der notleidenden Bevölkerung im Sudan zu helfen, hat die Diakonie Katastrophenhilfe ein Pilotprojekt aufgesetzt, dass über lokale Gemeinden rasch und wirksam humanitäre Hilfe leistet. Hierzu wird mit einem Netzwerk informeller sudanesischer Gemeindeorganisationen zusammengearbeitet, den sogenannten Emergency Response Rooms (ERR).Angesichts der schwierigen Umstände aufgrund des anhaltenden Krieges und der zunehmenden wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen, denen insbesondere Frauen gegenüberstehen, hat die Bayt Al-Mahabba Association for Development and Services praktische Initiativen ins Leben gerufen, die darauf abzielen, Frauen wirtschaftlich zu stärken und ihnen und ihren Familien nachhaltige Einkommensquellen zu sichern. Diese Projekte wurden während des Krieges als dringende Reaktion auf die Bedürfnisse der Gemeinschaft ins Leben gerufen und basieren auf den Werten der Solidarität und der gemeinsamen Anstrengung.Der Verein schult und unterstützt Gruppen von Frauen in verschiedenen produktiven Bereichen und ermutigt sie, ihre Fähigkeiten in tragfähige Kleinunternehmen umzuwandeln, die wachsen und Bestand haben können. Zu den aktuellen Projekten gehören:1. Herstellung von Gebäck und SüßigkeitenZubereitung einer breiten Palette von Lebensmitteln und deren Vermarktung innerhalb der Gemeinde.2. Kunsthandwerk aus BetonHerstellung moderner dekorativer und künstlerischer Objekte aus Beton.3. Recycling und UpcyclingUmwandlung von Abfallmaterialien in brauchbare und verkaufsfähige Produkte.4. Pulverförmige und flüssige SäfteHerstellung gesunder Säfte und deren Verpackung für den Direktverkauf.5. Sudanesische Parfüms und RäucherwerkHerstellung traditioneller Parfümmischungen, die auf den lokalen Märkten sehr gefragt sind.6. Kaffee und GewürzeZubereitung traditioneller sudanesischer Kaffee- und Gewürzmischungen und deren Verpackung für den Verkauf.7. Herstellung von NaturseifeHerstellung von Natur- und Spezialseif
Sudan

Hunger bekämpfen trotz Bügerkrieg

Im Sudan herrscht ein brutaler Bürgerkrieg, knapp 12 Millionen Menschen sind auf der Flucht. Die Hälfte der Bevölkerung ist von Hunger bedroht. Unser Partner im Sudan hilft den Menschen, sich wieder selbst zu versorgen.

Die Not der Menschen im Bürgerkrieg

Die Menschen im Sudan leiden extrem unter dem Bürgerkrieg, den zwei Generäle 2023 begonnen haben und seitdem mit äußerster Brutalität führen. Rund 12 Millionen Menschen sind innerhalb des Landes auf der Flucht, vier Millionen haben den Sudan verlassen. Die Preise für Lebensmittel sind stark gestiegen, die Infrastruktur teilweise stark zerstört. Die Hälfte der Bevölkerung ist von einer Hungersnot bedroht und auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Unser Partner Adventist Development and Relief Agency Sudan, kurz ADRA, arbeitet bereits seit vielen Jahren in verschiedenen Regionen im Sudan, leistet Nothilfe und unterstützt mit Landwirtschaftsprojekten.

Dreifache Hilfe für nachhaltige Wirkung

Die Region West-Darfur ist besonders stark von der Gewalt betroffen. Viele Menschen leben hier vom Anbau von Hirse und Sorghum, Arbeitsplätze außerhalb der Landwirtschaft fehlen. Die Ernteerträge waren schon vor dem Krieg mager, viele Familien hatten nicht ausreichend Essen. Der Krieg hat die Situation dramatisch verschärft: Menschen mussten vor der Gewalt fliehen und konnten ihre Felder nicht mehr bewirtschaften, Saatgut und Dünger sind nicht mehr erhätlich oder zu bezahlen, es kam zu Plünderungen. Statt selbst Getreide und Gemüse anbauen zu können, müssen die Menschen nun Lebensmittel kaufen – zu stark gestiegenen Preisen. Als Soforthilfe verteilt ARDA an Familien, die Hunger leiden, Essens-Gutscheine. Diese können sie bei Händlern vor Ort einlösen. Das hat doppelte Wirkung: die Familien haben zu essen und unterstützen gleichzeitig die lokale Wirtschaft.

Außerdem bilden sudanesische Fachkräfte von ARDA Bäuerinnen und Bauern in der Region weiter. Sie lernen verbesserte Anbau-Methoden, um vielfältigere Nahrungsmittel anzubauen und die Ernten zu steigern. Das erlernte Wissen geben die Bäuerinnen und Bauern dann selbst auch wieder weiter an andere. Tierhalterinnen und Tierhalter erhalten Fortbildungen in Weide-Management und Tiergesundheit, um ihre Herden trotz der schwierigen Bedingungen halten zu können.

Hygiene hilft gegen Krankheiten und Seuchen

ADRA verbessert auch die Wasserversorgung und Hygiene. Lokale Expert*innen bauen die Wasserversorgung für 3.000 Menschen wieder auf. Sie reparieren außerdem defekte Handpumpen im gesamten Projektgebiet, wodurch weitere 7.000 Menschen Zugang zu Trinkwasser erhalten. Alle Maßnahmen werden von den örtlichen Gemeinden unterstützt und sind darauf angelegt, dauerhaft zu bestehen.

Zur Verbesserung der hygienischen Bedingungen errichtet ADRA in Flüchtlingscamps außerdem Handwasch-Stationen, verteilt Hygiene-Sets und verteilt Info-Material. Das vermeidet die Ausbreitung ansteckender Krankheiten und dem Ausbruch von Seuchen.

ARDA ist auch in weiteren Regionen im Sudan tätig, unter anderem im Gebiet Kurmuk im Blue Nile State. Die meisten Familien leben hier von der Landwirtschaft, sie bauen Hirse, Sorghum, Erdnüsse, Sesam oder Mais, die sie selbst essen und die Überschüsse verkaufen. Auch hier war es schon vor dem Krieg schwer, Landwirtschaft zu betreiben: es fehlt an landwirtschaftlichen Geräten, Bewässerung, Saatgut, Zugang zu Krediten und Straßen. Besonders in der Zeit ohne Ernten von April bis Juni haben viele Familien nicht ausreichend Nahrung, sie essen weniger oder lassen Mahlzeiten ausfallen.

In der Region sind es vor allem Frauen, die den Ackerbau betreiben: sie bereiten den Boden vor, jäten Unkraut, ernten. Das Land gehört ihnen in der Regel nicht. Außerdem haben sie deutlich weniger Zugang als Männer zu Geräten, Schulungen und Vermarktungsmöglichkeiten. ARDA schult desweigen in Kurmuk Frauen wie Männer gleichermaßen. Sie lernen agrarökologische Techniken für den Anbau und Bewässerung von Pflanzen und Getreide. ARDA ermutigt Frauen, sich als führende Landwirtinnen, Mitglieder und Leiterinnen von Dorfsparkassen, aktive Mitglieder neuer Gruppen wie Hirten- oder Bauerngruppen zu engagieren. Mit Schulungen zur Vermarktung unterstützt ADRA die Menschen, ihre Produkte besser zu verkaufen und mit Spargruppen, für schlechte Zeiten vorzusorgen.

Online-Event: Live Stimmen aus dem Projekt

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Kleinbäuerin Claudine Hashazinyange mit Avocados vom Baum ihres Schwiegervaters. Schülerinnen in Äthiopien

Hinweis: Die Spendenbeispiele sind symbolisch. Durch Ihre zweckungebundene Spende ermöglichen Sie uns dort zu helfen, wo es am dringendsten ist.

56 € (Spendenbeispiel) Mit 56 € kann zum Beispiel ein Hygiene-Paket für eine geflüchtete Familie finanziert werden.

100 € (Spendenbeispiel) Mit 100 € kann zum Beispiel Gemüse-Saatgut für die Bewirtschaftung von ca. 10 Feldern bereitgestellt werden.

148 € (Spendenbeispiel) Mit 148 € kann zum Beispiel ein Regenwassertank mit 2.000 Liter Fassungsvermögen gekauft werden.

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