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Aus dem Erdbeerwagen wird ein Fair-Trade-Mobil

Preisverleihung beim Jugend- und Schulwettbewerb "fairknüpft": Elf Gewinnergruppen ausgezeichnet.

 

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Wenn sich junge Menschen dazu entscheiden, einen Teil ihrer Zeit für eine nachhaltige, gerechte Welt einzusetzen, dann kann es nur Gewinner geben. Und so war es auch am Freitag, den 22. Januar, als in Wuppertal die kreativsten, innovativsten, ungewöhnlichsten Projekte für Fairen Handel ausgezeichnet wurden. Es war der Höhepunkt des Wettbewerbs "fairknüpft. Fairer Handel - faire Arbeit", an dem sich bundesweit mehr als 150 Jugend- und Schulgruppen beteiligt hatten. Sie waren aufgerufen, sich kreativ mit ihrer Rolle als Konsumierende in der globalisierten Wirtschaft und mit Fragen der Gerechtigkeit im Welthandel auseinanderzusetzen. Der Wettbewerb stellte damit unter Beweis, dass solche Fragen auch und gerade für Jugendliche eine wichtige Rolle spielen. Sie wollen daran mitwirken, dass ihre Welt, die Welt von morgen, gerechter und nachhaltiger aufgestellt ist als die heutige. Der Wettbewerb steht unter dem Dach der Aktion "jugendhandeltfair" und wird wie diese getragen von den kirchlichen Jugendverbänden aej und BDKJ, dem Kindermissionswerk Sternsinger und den kirchlichen Hilfswerken MISEREOR und Brot für die Welt.

Der Tag begann im frühen Nachmittag mit einer kurzen, aber sehr persönlichen Ansprache von Jorge Inostroza, dem Vertriebsleiter für Weltläden und Gruppen bei der GEPA. Jorge erzählte von seiner eigenen Kindheit in den Armenvierteln von Santiago de Chile, wo er mit zehn Jahren in einem Alphabetisierungskurs Lesen und Schreiben lernte und sich dazu entschloss, sich für die Beseitigung von Armut und Hunger einzusetzen. Von diesen Erlebnissen schlug er einen Bogen zu dem Engagement der Jugendgruppen im Raum und ermutigte sie, weiter am Ball zu bleiben.

Und dieses Engagement war so vielseitig wie überraschend. Gruppen aus allen Ecken Deutschlands - von der Ostseeküste, der Schweizer und der polnischen Grenze kamen Jugendliche nach Wuppertal - hatten Interviews in Innenstädten geführt, überdimensionale Fairtrade-Logos auf Schulhöfe gemalt, faire Verkaufsstände organisiert, Tshirts bedruckt, Informationen aufbereitet und so viele weitere Menschen vom Fairen Handel überzeugt.

Das Gewinnerprojekt "Sweet 'n' fair" kam aus Neumünster. Neun junge Erwachsene hatten in monatelanger Arbeit aus einem ehemaligen Erdbeer-Verkaufswagen einen mobilen Fair-Trade-Stand gebaut. Von dem gewonnenen Preisgeld soll jetzt unter anderem eine Zuckerwattemaschine besorgt werden, die dann aus fair gehandeltem Zucker die feinen Fäden spinnen soll.

Die Preisverleihung für die zehn ersten Plätze und den Publikumspreis übernahm Célia Šašić, zweifache Fußball-Europameisterin und Europas Fußballerin des Jahren 2015. Sie machte nochmals deutlich, warum sie den Fairen Handel unterstützt: Weil für Arbeit auch ein gerechter Lohn gezahlt werden soll, egal wo. Und weil sie ihre Prominenz dafür nutzen möchte, den Einsatz für einen gerechteren Handel voranzubringen und junge Menschen dafür zu begeistern

Im Anschluss an die Preisverleihung konnten die Jugendlichen in drei Workshops ihre Fragen zu allen Themen des Fairen Handels loswerden, sich den Herstellungsprozess einer fairen Schokolade erläutern lassen und bei einer Kaffeeprobe die Unterschiede zwischen Arabica und Robusta erschmecken - lautes Schlürfen war dabei ausdrücklich erwünscht.

Der Abend endete in der Aula der als beste Schule Deutschlands ausgezeichneten Barmener Gesamtschule. Hier brachte das "Hope Theatre Nairobi", ein ebenfalls von Brot für die Welt gefördertes Theaterprojekt für junge Menschen aus den Slumgebieten der kenianischen Hauptstadt, in einer mitreissenden Aufführung das Stück "Fair Africa" auf die Bühne.

 

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Lachender Junge

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