Blog-Beitrag

Musik ist mein (Über-)Leben - 1,5 Stay Alive

Von Sabine Minninger am
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Sabine Minninger Referentin Klimapolitik
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Was soll man eigentlich noch sagen, was zu der Klimakrise nicht schon gesagt worden ist. Die negativen Auswirkungen des Klimawandels durch Meeresspiegelanstieg, Stürme, Überschwemmungen und Dürren sind eine Katastrophe für die Menschheit und Umwelt – das wurde ja auch schon hinreichend besprochen. Der Filmemacher Lucian Segura hat mit seinem Film „1,5 Stay Alive“ den betroffenen Menschen im Karibikraum eine Plattform gegeben, sich auf ihre Weise auszudrücken. Er lässt seine Protagonisten von ihren Ängsten und Nöten singen.

Der knapp einstündige, englischsprachige Film (wahlweise mit dt. und span. Untertiteln) verknüpft verschiedene Genres – Sachdokumentation, Musikvideo, Naturfilm –, um die Vielfalt und Schönheit der Karibik als Natur- und Kulturraum zu vermitteln und zugleich aufzurütteln: Während die Staatengemeinschaft darum ringt, eine Obergrenze von 2 Grad Celsius Erderwärmung festzulegen, zeigen Wissenschaftler, dass Korallenriffe schon 1,5 Grad Celsius Erwärmung nicht überleben können. Dies hätte weitreichende Folgen für Biodiversität, Weltfischbestände und Küstenschutz – und damit für die Zukunft der Menschen, insbesondere für jene, die auf den Inseln und entlang der Küsten der Karibik wohnen. Der Film zeigt karibische Kontraste, von Haiti und Trinidad bis Florida und New Orleans; er lässt Wissenschaftler und Betroffene zu Wort und Liedern kommen und zeigt, wie sich Musiker unterschiedlichster Stilrichtungen des Problems „Klimawandel“ annehmen.

Das Deutsche Institut für Entwicklungspolitik und die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit haben am 13. Oktober zu einer Berlin-Premiere des Films in die GIZ-Repräsentanz Berlin eingeladen. Der Filmemacher erzählt, das er in der Musik ein wichtiges Medium sieht, um das Thema in die internationale Klimapolitik reinzutragen.

Gerade wegen den mageren Ergebnissen der Weltklimaverhandlungen, die bisher zu einer globalen Erwärmung von 2,7 Grad führen werden, bedarf es einer breiten gesellschaftlichen Bewegung.

Es wäre sehr wünschenswert, wenn durch Initiativen wie diesen wunderbaren und einfühlsamen Film ein Umdenken in der globalen Gesellschaft flankiert werden kann! Denn: Musik sagt mehr als tausend Worte.

Der Film steht auf youtube zur Verfügung:

www.youtube.com/watch

 

 

 

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