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Flüchtlinge in Not: Auf legalem Weg in Sicherheit

Von Online-Redaktion am

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und die EU-Kommission in Brüssel haben sich gemeinsam gegen Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz ausgesprochen. Der Anstieg der Ausländerfeindlichkeit in einigen EU-Mitgliedsländern gebe Anlass zu großer Sorge, erklärten der EKD-Ratsvorsitzende, Heinrich Bedford-Strohm, und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker nach einem Treffen in der belgischen Hauptstadt am Dienstag.

Zuvor hatte die EKD eine Stellungnahme veröffentlicht, in der sie dafür wirbt, Schutzsuchenden legale Wege nach Europa zu eröffnen. Dies seien die wirksamsten Maßnahmen gegen die Gefahren der Flucht. „Wir begrüßen Diskussionen über ein Einwanderungsgesetz, das neue Zuwanderungsmöglichkeiten für Menschen auf der Suche nach Arbeit und einem besseren Leben eröffnet“, heißt es in dem Dokument der Leitenden Geistlichen der 20 evangelischen Landeskirchen weiter. Sie betonten, dass es ein Gebot der Humanität und christlichen Nächstenliebe sei, Menschen auf der Flucht vor Hunger, Verfolgung und Gewalt willkommen zu heißen und aufzunehmen.

Politik für die Menschen ist nötig

Eine Forderung, die Cornelia Füllkrug-Weitzel, Präsidentin von Brot für die Welt, unterstützt. Die Pfarrerin versteht auch, dass die Entwicklung den Menschen hierzulande Sorgen bereitet. Ob ein Ende in Sicht ist, hängt ihrer Meinung  nach maßgeblich davon ab, ob die Ursachen von Flucht einmal ein Ende haben. Und ob wir Europäer statt über Abwehrstrategien gegen Menschen über deren Zukunftschancen in ihrer Heimat nachdenken, wo sie alle am liebsten blieben.

Dafür ist nicht zuletzt ein politisches Umdenken auf allen Ebenen erforderlich: Eine aktive Friedenspolitik, eine gerechte Handels- und Wirtschaftspolitik und eine ambitionierte Klimaschutzpolitik sind unter anderem menschenfreundliche Mittel, Betroffenen zu helfen, nicht ihr Leib und Leben, ihre seelische Unversehrtheit und ihr soziales und familiäres Netz bei einer Flucht aufs Spiel zu müssen, betont Füllkrug-Weitzel.

Hilfe für Flüchtlinge

Das Bündnis Entwicklung Hilft, dessen Mitglied Brot für die Welt ist, sammelt Spenden für die Flüchtlingshilfe weltweit. Die Schwesterorganisation von Brot für die Welt, Diakonie Katastrophenhilfe, ist in den Herkunftsländern vieler Geflüchteter, etwa Syrien und Irak sowie in den Nachbarländern Libanon, Jordanien und Türkei aktiv. Derzeit unterstützt sie zudem mit lokalen Partnern Schutzsuchende in Ungarn, Serbien und auf der griechischen Insel Chios mit Nahrungsmitteln und Hygieneartikeln. In den kommenden Wochen soll zusätzlich mehr warme Kleidung und Brennmaterial verteilt werden.

 

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