Blog-Beitrag

Wirtschaften mit Weitblick: Brot für die Welt ist schon aktiv

Von Online-Redaktion am

„Wir müssen unsere Wirtschaftsweise und unser Konsumverhalten konsequent darauf ausrichten, dass die weltweite Ernährungssicherung nicht gefährdet und Gottes Schöpfung nachhaltig bewahrt wird.“ Dieser auch an die Landeskirchen, kirchlichen Werke, Gemeinden und Gemeindemitglieder gerichtete Appell der EKD-Synode vom November 2013 bedeutet für uns:

  • Kirchliche Bildungsarbeit: Gemeinden sind lebendige Lernorte für die gemeinsame Suche nach Maßstäben für ein gutes Leben und zukunftsfähige, verantwortungsvolle Lebensmodelle. Die Bildungsarbeit  kann die Menschen ermutigen,  ihre Verantwortung in der Einen Welt praktisch umzusetzen.
  • Beschaffung und Konsum von Lebensmitteln: Eine nachhaltige und faire Beschaffung von Lebensmitteln, ein bewusster Konsum sowie Strategien zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen in kirchlichen Einrichtungen haben Signalwirkung für alle, die diese Einrichtungen besuchen, oder die hier tätig sind. Die gezielte Auswahl der Lebensmittel kann den „ökologischen Fußabdruck“ der eigenen Ernährung verkleinern (vgl.  Seite 32[k1] ). Wer auf eine tiergerechte Haltung sowie nachhaltige Fangtechniken achtet und faire Arbeits- und Handelsbedingungen unterstützt, leistet einen wichtigen Beitrag zur weltweiten Ernährungssicherung.

Biologisch, regional und fair

Der Faire Handel hilft, Armut zu überwinden. Er gibt den Partnerinnen und Partnern im Süden die Möglichkeit, sich eine menschenwürdige Existenz aufzubauen. Dafür setzt sich Brot für die Welt seit etwa 40 Jahren mit zahlreichen Projekten im In- und Ausland ein. Bildung und nachhaltiges Wirtschaften spielen dabei eine wichtige Rolle. Als Gesellschafter der GEPA und Mitglied von TransFair e. V. nimmt Brot für die Welt neue Dynamiken auf. Auch im eigenen Haus nimmt die Organisation den Fairen Handel ernst: So stehen bei Veranstaltungen fair gehandelte Kekse, Tee und Kaffee bereit, und die Kantine verfügt über ein breit gefächertes Süßwarenangebot mit Fair-Trade-Produkten. Außerdem bietet sie auch täglich ein vegetarisches Essen sowie biologische und saisonale Produkte aus der Region an.

Nachhaltiges Wirtschaften in Kirche und Diakonie

Brot für die Welt informiert kirchliche Einrichtungen, wie sie zu einer ökologisch verträglicheren und faireren Welt beitragen können. So wurden Kriterien erarbeitet, die bei der Organisation und Durchführung von Veranstaltungen beachtet werden sollten, damit das Engagement für Nachhaltigkeit glaubhaft umgesetzt werden kann. Ab Sommer 2014 wird eine eigene Website zahlreiche weiterführende Tipps zu nachhaltigem Wirtschaften in Kirche und Diakonie geben.

Checkliste für eine nachhaltige Veranstaltung

  • Verfügt das Veranstaltungszentrum über ein Umweltmanagementsystem bzw. ein Umweltzeichen?
  • Werden saisonale, biologische, regionale und nachhaltig produzierte Lebensmittel bevorzugt?
  • Gibt es eine attraktive vegetarische Alternative?
  • Werden Produkte aus Fairem Handel verwendet?
  • Wie wird Abfall vermieden? Wird zum Beispiel auf Plastik-Einweggeschirr verzichtet oder Leitungswasser in Karaffen bereitgestellt?
  • Wie wird auf eine sparsame Verwendung von Wasser geachtet (zum Beispiel durch Einsatz eines Spülstopps oder Hinweisschilder)?
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