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Starker Appell der Konferenz der Kirchen für Migrantinnen und Migranten in Europa

Von Ehemalige Mitarbeitende am
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Die Konferenz der Kirchen für Migranten in Europa hat vom 25. - 29.06.2014 ihre 19. Generalversammlung in der Sigtuna Gemeinde in Schweden abgehalten und in ihrer Botschaft einen starken Appell an die Verantwortlichen in Europa und die eigenen Mitgliedsorganisationen und Kirchen gerichtet:

Als Kirchen und kirchliche Einrichtungen fordern wir einen Wechsel in der europäischen Migrationspolitik, der im Einklang mit den gemeinsamen europäischen Grundwerten steht. Dies beinhaltet auch einen wirklich menschlichen  Ansatz im Flüchtlingsschutz in Umsetzung  europäischer und internationaler Konventionen. Dazu gehört ein  legaler und sicherer Zugang zu Europa für diejenigen, die Schutz benötigen.

Wir treten für ein europaweites Asylsystem ein, das angemessene Aufnahmebedingungen einschließt  und fordern ein  europaweites  Resettlementprogramm, das den Menschen und seine Würde in das Zentrum des Verfahrens rückt. Wir appellieren darüberhinaus an die Regierungen Europas, eine Politik zu verfolgen, die den Ursachen für Zwangsmigration höchste Priorität einräumt.

Wir drängen die Regierungen, Verantwortung besonders für Minderjährige zu übernehmen, denen es häufig an grundlegender  Stabilität, einem festen Familienleben und an Bildungsmöglichkeiten fehlt.

Als Mitglieder der CCME verpflichten wir uns, über Grenzen hinaus zu gehen und Mauern der Trennung nieder zu reißen. In diesem  Sinne rufen wir die Kirchen Europas auf, Diversität wertzuschätzen und inklusive Gemeinschaften innerhalb der eigenen Strukturen und innerhalb der Gesellschaft zu fördern.

Rund 60 VertreterInnen der Mitgliedsorganisationen aus 18 europäischen Ländern haben an der Generalversammlung teilgenommen, darunter das Evangelische Werk für Diakonie und Entwicklung, außerdem VertreterInnen der Konferenz Europäischer Kirchen (CEC), dem Middle East Council of Churches und dem All African Council of Churches.

CCME hat in diesem Jahr das 50jährige Bestehen gefeiert. Die Kommission fungiert seitdem unermüdlich als Sprachrohr der Ökumene Europas und vertritt  Interessen der Migrantinnen und Migranten vor europäischen Entscheidungsträgern. CCME ist Mitglied des Ökumenischen Rates der Kirchen. Während der 19. Generalversammlung wurde der Gründer und ehemaliges Exekutivausschussmitglied Antonios Papantoniou zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

 

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