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Renke Brahms: Vorrang für Zivil in internationalen Friedensmissionen

Der Friedensbeauftragte des Rates der EKD, Renke Brahms, hat zum  heutigen „Tag des Peacekeepers“ die Arbeit von Menschen in internationalen  Friedensmissionen gewürdigt. Dabei unterstrich Brahms, der auch der  leitende Geistliche der Bremischen Evangelischen Kirche ist, den Vorrang  des Zivilen in der Friedenspolitik. „Vorrang vor jeder militärischen  Intervention muss die zivile Konfliktbearbeitung haben“, betonte der EKD- Friedensbeauftragte.

 

Von Andreas Dieterich am
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Andreas Dieterich Ehemaliger Mitarbeiter
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Der Friedensbeauftragte des Rates der EKD, Renke Brahms, hat zum  heutigen „Tag des Peacekeepers“ die Arbeit von Menschen in internationalen  Friedensmissionen gewürdigt. Dabei unterstrich Brahms, der auch der  leitende Geistliche der Bremischen Evangelischen Kirche ist, den Vorrang  des Zivilen in der Friedenspolitik. „Vorrang vor jeder militärischen  Intervention muss die zivile Konfliktbearbeitung haben“, betonte der EKD- Friedensbeauftragte.

In diesem Zusammenhang sprach sich Renke Brahms nachdrücklich dafür  aus, die Instrumente einer zivilen Konfliktbearbeitung deutlich auszubauen.  „Es gibt viele solcher Instrumente wie den Aktionsplan zivile  Krisenprävention, Konfliktlösung und Friedenskonsolidierung oder das  Zentrum für internationale Friedenseinsätze, sie sind aber kaum politisch  verankert und finanziell im Gegensatz zur Bundeswehr unzureichend  ausgestattet“, klagt der EKD-Friedensbeauftragte. Hier müsse das Parlament  tätig werden, forderte er.

Auch viele kirchliche Akteure hätten auf diesem Feld Erfahrungen und  Kompetenzen, betonte Renke Brahms und verwies beispielhaft auf das Werk  für Diakonie und Entwicklung mit der Aktion „Brot für die Welt“ oder die  Gruppe „Gewaltfrei handeln“, die seit vielen Jahren Friedensfachkräfte  ausbildet. „Dies alles muss von Seiten der Politik stärker in den Blick  genommen, aber auch stärker gefördert werden“, machte der EKD- Friedensbeauftragte deutlich.

Kritisch sieht Renke Brahms nach wie vor das militärische Übergewicht bei  Auslandseinsätzen. Nach Angaben der Bundesregierung beteiligte sich  Deutschland 2012 mit rund 6000 Soldaten, etwa 450 Polizisten und knapp  200 zivilen Experten an Friedenseinsätzen unter internationalem und  bilateralem Mandat. „Das ist ein Ungleichgewicht, das sich ändern muss“, ist  der EKD-Friedensbeauftragte überzeugt.

Am 11. Juni begeht die Bundesrepublik Deutschland den „Tag des  Peacekeepers“. Hintergrund ist der „International Day of United Nations  Peacekeepers“ am 29. Mai. Dabei werden in Berlin drei Soldaten, drei  Polizisten und drei zivile Experten aus Friedenseinsätzen geehrt. Erstmals  gab es 2013 in Deutschland einen solchen „Tag des Peacekeepers“.

 

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