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Ökumenischer Rat der Kirchen verurteilt den Einsatz bewaffneter Drohnen

Von Ehemalige Mitarbeitende am
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Der Exekutivausschuss des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) hat den Einsatz von Drohnen oder unbemannten Luftfahrzeugen verurteilt. Sie seien eine „ernsthafte Bedrohung für die Menschheit“ und schüfen „gefährliche Präzedenzfälle in den zwischenstaatlichen Beziehungen“. Die Erklärung führt aus, dass die Technologie der unbemannten Luftfahrzeuge es Staaten wie „den Vereinigten Staaten von Amerika, Israel, Russland und dem Vereinigten Königreich [ermöglicht], sich auf Systeme zuzubewegen, die Maschinen volle Autonomie im Kampfeinsätze gibt“.

Regierungen werden aufgerufen, „ihre Pflicht, das Recht auf Leben ihres Volkes zu schützen, anzuerkennen und dieser Pflicht nachzukommen, und sich gegen die Verletzung von Menschenrechten zu wenden“. „Der Einsatz von unbemannten Luftfahrzeugen erfolgte erstmals im Balkankrieg und hat sich seither immer weiter ausgebreitet. Sie kamen in Afghanistan, im Irak, im Jemen, in Somalia und jüngst in Pakistan zum Einsatz.“ Die internationale Gemeinschaft wird in der Erklärung aufgerufen, „sich gegen rechtswidrige Vorgehensweisen und Praktiken, insbesondere die US-amerikanischen Drohnenangriffe in Pakistan, zu engagieren“.

Weiter fordert die Erklärung die US-amerikanische Regierung dringend auf, „Gerechtigkeit für die Opfer der unrechtmäßigen Drohnenangriffe und die Angehörigen der rechtswidrig Getöteten walten zu lassen“ und ihnen wirklich zu Wiedergutmachung zu verhelfen, insbesondere durch Wiederaufbau, Entschädigungszahlungen an die Familien der verletzten oder getöteten Opfer und angemessenen Schutz während ihrer Genesung.

 

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