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Bonner Friedenstage 2014 - Frieden stiften weltweit

Zum achten Mal nun finden in diesem Jahr - 100 Jahre nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs – die Bonner Friedenstage rund um  den  21.  September  statt.  Mit  vielfältigen  Veranstaltungen  sind  die  Bonner/innen  eingeladen,  über  heute  dringliche  Probleme  des  Friedens  nachzudenken,  sich  über  eigene  Handlungsmöglichkeiten  zu  informieren,  Bonn  als  Friedensstadt  lebendig  zu  gestalten.

 

Von Andreas Dieterich am
Bild von Andreas Dieterich
Andreas Dieterich Ehemaliger Mitarbeiter
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Der 21. September wird weltweit jedes Jahr  als  Internationaler  Friedenstag  begangen.  Die   Generalversammlung   der   Vereinten  Nationen verband 2001 mit der Deklaration  dieses Tages den Wunsch, dass Regierungen,  Organisationen und Bürger/innen aller Länder  den  Internationalen  Friedenstag  zum  Anlass nehmen, über den jeweils eigenen Beitrag zum Frieden  nachzudenken. Noch wichtiger: Für 24 Stunden sollen die Waffen bedingungslos ruhen. Eine Aufforderung, die angesichts der  aktuellen Krisen und Kriege wie in Israel/Palästina, im Südsudan  oder in der Ukraine fast irreal erscheint.

Zum achten Mal nun finden in diesem Jahr - 100 Jahre nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs – die Bonner Friedenstage rund um  den  21.  September  statt.  Mit  vielfältigen  Veranstaltungen  sind  die  Bonner/innen  eingeladen,  über  heute  dringliche  Probleme  des  Friedens  nachzudenken,  sich  über  eigene  Handlungsmöglichkeiten  zu  informieren,  Bonn  als  Friedensstadt  lebendig  zu  gestalten.

Die  mitwirkenden  Organisationen  sind  alle Bonn  verbunden,  ihre Wirkungskreise sind jedoch unterschiedlich: Einige sind aktiv  in  der  politischen  Bildung,  viele  friedenspolitisch  oder  in  der  Förderung entwicklungspolitischer Projekte engagiert, andere in  der Vernetzung friedenspolitischer Akteure oder in der Erarbeitung wissenschaftlicher Expertisen. Sie alle verbindet eines: der  Einsatz für zivile Friedensförderung. Hierfür sind sie in Bonn, in  Deutschland und international tätig.

Zivile  Friedensförderung  ist  inzwischen  zwar  zu  einem  wichtigen  politischen  Stichwort  geworden,  aber  nach  wie  vor  mangelt  es  an  der  Umsetzung  in  Entscheidungen:  Die  Ausgaben  für  Militär,  die  Quoten  des  Rüstungsexports,  die  ungerechte  Verteilung  der  Lebensressourcen  drücken  dies  ebenso  aus  wie  die  alltäglichen  Bilder und Berichte aus den Krisengebieten unserer Welt. Wissenschaftler/innen zählen aktuell 414 Konflikte. Davon werden 45 als  hochgewaltsam bewertet, sie nehmen Menschen ihr Leben und zerstören Entwicklungschancen. An manchen sind wir direkt beteiligt,  bei vielen sind die Ursachen so komplex, dass der Weg zum Frieden  lang  und  schwierig  ist.  Umso  dringlicher  ist  es,  Konfliktursachen  frühzeitig  zu  erkennen  und  umfassende  friedensfördernde  Maß- nahmen vor der Eskalation der Konflikte zu ergreifen. 

Die  Organisationen  der  Bonner  Friedenstage  laden  Sie  ein,  zu  sehen  und  zu  hören,  sich  zu  informieren  und  zu  debattieren,  tätig zu werden und so Frieden mitzugestalten. Das Programm finden Sie hier zum herunterladen. Unter folgendem Link können Sie sich direkt für die Veranstaltung "Eine Welt ohne Hunger in einer Welt voller Konflikte" anmelden.

www.fes.de/lnk/19m

 

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