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Atomwaffen gehören abgeschafft, nicht modernisiert

Von Andreas Dieterich am
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Andreas Dieterich Ehemaliger Mitarbeiter
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Aus Anlass des ersten Atombombenabwurfs vor 69 Jahren in Hiroshima hat  der Friedensbeauftragte des Rates der EKD, der leitende Geistliche der  bremischen evangelischen Kirche, Renke Brahms, an die politisch  Verantwortlichen appelliert, weiterhin alle Anstrengungen zu unternehmen,  eine weltweite Ächtung von Atomwaffen zu erreichen. „Atomwaffen gehören  zu den schrecklichsten Waffen, die die Menschheit geschaffen hat. Ihre  Existenz stellt ein untragbares Risiko dar“, machte Renke Brahms deutlich.  Darum sei nicht nur deren scharfe Kontrolle wichtig, sondern auch verstärkte  Bemühungen für eine Welt ohne Atomwaffen.

 Vor diesem Hintergrund kritisierte der EKD-Friedensbeauftragte, dass in  Deutschland nach wie vor Atomwaffen lagerten und die NATO weiterhin an  einer Politik der nuklearen Abschreckung festhalte. „Aus evangelischer Sicht  kann die Drohung mit Nuklearwaffen heute nicht mehr als Mittel legitimer  Selbstverteidigung betrachtet werden“, meinte Brahms mit Blick auf die EKD- Friedensdenkschrift, die dies unterstrichen hatte. Hier könne auch die  Bundesregierung ein deutliches Zeichen setzen und sich dafür stark  machen, dass die vermutlich in Büchel in der Eifel gelagerten letzten US- Atomwaffen aus Deutschland 25 Jahre nach Ende des Kalten Krieges  endlich abgezogen werden.

Aus diesem Grund sieht der EKD-Friedensbeauftragte auch die  Bestrebungen kritisch, die noch in Europa lagernden US-Atomwaffen zu  modernisieren. „Atomwaffen gehören abgeschafft und nicht modernisiert“,  machte Renke Brahms deutlich. Zudem stehe zu befürchten, dass eine  solche Modernisierung der amerikanischen Atomwaffen ähnliche Schritte in  anderen Atomwaffenstaaten zur Folge haben könnte. „Das könnte zu einer  gefährlichen neuen Rüstungsspirale führen“, warnte der EKD- Friedensbeauftragte.

„Die Opfer der beiden Atombombenabwürfe von Hiroshima und Nagasaki  müssen uns immer eine Mahnung sein, damit solch schrecklichen Waffen  geächtet werden“, betonte Renke Brahms nachdrücklich. Er dankte  ausdrücklich den vielen Menschen, die sich an den Hiroshima- und  Nagasaki-Gedenktagen mit Mahnwachen oder Fastenaktionen für eine Welt  ohne Atomwaffen engagieren.

 Bonn, 5. August 2014

Im Folgenden die Pressemeldung des Friedensbeauftragten zum herunterladen.

 

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