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Synodenbeschluss zum Klimaschutz

Von Ehemalige Mitarbeitende am
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Zeitgleich zur Tagung der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) findet gegenwärtig die 19. Weltklimakonferenz in Warschau statt. In ihrer Resolution fordert die EKD-Synode vom  EKD-Rat, die bundesdeutsche Delegation in Warschau darum zu bitten, ihren Beitrag zu leisten, damit die Weltklimakonferenz nicht scheitern wird.

Die EKD stellte fest, dass der Klimawandel die verwundbarsten Bevölkerungsgruppen besonders stark trifft und sprach die Frage der internationalen Gerechtigkeit als zentrale Herausforderung der Klimaverhandlungen an. In Europa sei es längst überfällig, den Emissionshandel neu zu gestalten und mit harten Obergrenzen für die Freisetzung von Treibhausgasen zu kombinieren. Deutschland solle sich bemühen, auf dem Gebiet des Klimaschutzes die Vorreiterrolle zurückzugewinnen, die es einmal inne hatte. Zudem müsse die neue Bundesregierung anspruchsvollen Klimazielen bis 2030/2050 höchste Priorität einräumen und diese als Querschnittsaufgabe in alle Politikbereiche integrieren.

Konkret solle sich die neue Bundesregierung für eine europäische Zieltrias aus Emissionsminderung, Steigerung der Erneuerbaren Energien und Energieeinsparung einsetzen. Wenn das Ziel, die Erderwärmung auf 2° Celsius zu begrenzen, erreicht werden soll

• müssten bis 2030 mindestens 55 % der (europäischen) Treibhausgase eingespart werden,

• sollte der Anteil Erneuerbarer Energien am (deutschen) Strommix bis 2030 auf 75 % steigen und

• sollten die Ziele des (deutschen) Energiekonzepts 2010 verbindlich in einem Energiewende-Rahmengesetz verankert werden.

 

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