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Geplantes Freihandelsabkommen EU – USA

Von Sven Hilbig am
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Sven HilbigReferent Handelspolitik und Digitalisierung
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Zweifel am Nutzen – Keine Lösung für globale Herausforderungen

Berlin, 14.06.2013. Brot für die Welt sieht die anstehenden Verhandlungen zu einem bilateralen Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA mit großer Skepsis. „Wir zweifeln an der Notwendigkeit einer weiteren Liberalisierung und Deregulierung des transatlantischen Marktes“, sagt Sven Hilbig, Welthandels-Referent bei Brot für die Welt. „Wir brauchen vielmehr sowohl im Norden als auch im Süden nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster.“ Bilaterale Handelsverträge liefen nicht nur den ökonomischen Interessen Europas zuwider, sie würden auch zu neuen Konfrontationen führen und damit nicht zur Lösung globaler Probleme wie Hunger und Klimawandel beitragen.

Mit der „Transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaft“ (Transatlantic Trade and Investment Partnership – TTIP) würde die weltweit größte Freihandelszone entstehen. Ihr Anteil am Welthandel beliefe sich auf 44 Prozent, der Anteil des Weltsozialprodukts betrüge sogar 47 Prozent. Die Regierungschefs diesseits und jenseits des Atlantiks versprechen sich von dem Abkommen vor allem anhaltendes wirtschaftliches Wachstum.


„Wie benötigen jedoch nicht mehr Wachstum, sondern mehr Wohlstand für alle Menschen“, so Hilbig. Hierzu gehöre vor allem die Bekämpfung des Klimawandels und seiner Folgen, eine gerechtere Verteilung der energetischen, mineralischen und nachwachsenden Rohstoffe und der aus ihrem Abbau erzielten Gewinne sowie die Gewährleistung von Ernährungssicherheit in den Ländern des Südens.