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Betroffenheit und Anteilnahme zum Tod von Nelson Mandela

Von Ehemalige Mitarbeitende am
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Mit rund 200 persönlichen und bewegenden Beiträgen haben die Nutzer und Nutzerinnen der Online-Angebote von Brot für die Welt Abschied von Nelson Mandela genommen. Überwiegend dabei: Worte des Dankes und der Anerkennung sowie der vielfach geäußerte Wunsch, der ehemalige Präsident Südafrikas möge in Frieden ruhen. Immer wieder fielen dabei die Worte „Madiba“ und „Tata“. Sie stehen für den traditionellen Clannamen Mandelas und für die Bezeichnung „Vater“ – beide Begriffe sind Zeichen für die große Anerkennung und Dankbarkeit, die Menschen dem Friedensnobelpreisträger weltweit entgegenbringen.

Mandela – ein Vorbild für viele

Viele der Trauernden betonten, dass Nelson Mandela ihr Vorbild ist. Beispielsweise notierte Kai aus Rhens in Rheinland-Pfalz: „Meine tiefste Anteilnahme. Ein großes Vorbild, ein Mann, an dessen Taten man sich orientieren kann.“ Ursula aus Oberhausen schrieb ins Online-Kondolenzbuch: „Sein Tod macht mich tief betroffen. Er war ein Vorbild für die Menschheit.“ Tilmann Böß aus Hanau verband das Vorbildliche Mandelas mit einem Anliegen für alle Menschen: „Ich wünsche mir, dass überall, wo Unterdrückung Hass gesät hat, sich jemand ihn zum Vorbild nimmt und Brücken baut, auf denen der Frieden wächst.“

Tiefe Betroffenheit im Social Web

Trauer und Mitgefühl gab es auch im Social Web. Kurz nach dem ersten Facebook-Post der Online-Redaktion von Brot für die Welt kommentierte Astrid Roßbach: „Er gab sein Leben im Kampf für Menschenrecht, Würde und gegen Rassismus! Ich hoffe sehr, dass sein Werk fortgeführt wird.“ Facebook-Nutzerin Christina Julia Grob ergänzte: „Er ruhe in Frieden.“ Über den Kurznachrichtendienst Twitter verbreitete sich die Nachricht von Mandelas Tod sehr schnell. Viele User verbreiteten die Anteilnahme von Brot für die Welt sowie die Hinweise auf Online-Kondolenzbuch und das Special auf der Website – etwa Gernot Köpke, „Frauke H – Th“ und „Angel of Nature“. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), die Evangelische Kirche im Rheinland (Ekir) sowie das Portal evangelisch.de verwiesen auf die umfassende und interaktive Berichterstattung von Brot für die Welt.

Projektpartner würdigen Mandelas Lebenswerk

Das Team von Treatment Action Campaign (TAC), einem Projektpartner von Brot für die Welt, erinnerte an das Engagement Mandelas für Menschen, die HIV-positiv sind: „Danke, Madiba, für alles, was du für die HIV-Bewegung, TAC und die Menschen, die mit HIV leben, getan hast.“ Ein weiterer Projektpartner, Baptist Convention of South Africa (BCSA), engagiert in kirchlichen und sozialen Bereichen, blickte ebenfalls zurück – und rief zur Fürbitte auf: „Heute trauern wir nicht nur, wir feiern auch ein Leben, das gelebt wurde und sein Erbe. Betet für seine Familie und unsere Nation.“ Brian Ashley, Direktor des Brot für die Welt-Partners Alternative Information and Development Centre (AIDC), würdigte Mandela umfassend und ordnete in einem Nachruf die politische Arbeit des ehemaligen südafrikanischen Präsidenten kritisch ein. Sein Fazit: „Mandela war kein Gott und kein Heiliger – aber ein Mann des Volkes.“

An Menschenrechten orientiert

Pfarrerin Cornelia Füllkrug-Weitzel, Präsidentin von Brot für die Welt, schrieb zum Tod von Mandela in einer Medienmitteilung: "Wir sind traurig, aber zugleich zutiefst dankbar für seinen lebenslangen konsequenten Kampf zur Abschaffung der Geißel der menschenverachtenden Apartheid und jeder Form des Rassismus.“ Diese Orientierung an Menschenrechten imponierte auch vielen Trauernden, die sich ins Online-Kondolenzbuch von Brot für die Welt eintrugen. Michael Bergis aus dem baden-württembergischen Kenzingen schrieb: „Seine Hartnäckigkeit, an menschlichen Grundwerten wie Meinungsfreiheit, Toleranz und Gerechtigkeit festzuhalten, ist absolut bewundernswert. Wenige Menschen schaffen so etwas!“

Viele Bezüge auf aktuelle soziale Probleme

Marianne aus Kapstadt betonte, wie wichtig das Ende der Armut in Südafrika ist: „Armut zu überwinden ist keine wohltätige Geste – die Überwindung der Armut ist ein Akt der Gerechtigkeit. Sie ist der Schutz eines grundlegenden Menschenrechts, des Rechts der Würde und eines würdevollen Lebens. Solange es noch Armut gibt, gibt es keine echte Freiheit.“ Stefan W. aus Düsseldorf betonte in seinem Beitrag die Nächstenliebe: „Niemand wird mit dem Hass auf Hautfarben oder Religionen geboren. Die Menschen lernen zu hassen, und wenn sie das können, dann können sie auch lernen zu lieben.“ B. Halberstadt schrieb einen Wunsch ins Kondolenzbuch: „Es wäre schön, wenn Nelson Mandela viele Nachfolger in Bezug auf seinen Gerechtigkeitssinn und seine Glaubwürdigkeit unter den heutigen Politikern fände.“

 

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