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APSP fordert universelle soziale Sicherheitssysteme

Von Dr. Luise Steinwachs am
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Dr. Luise Steinwachs Leiterin Referat Grunddienste und Ernährungssicherheit
Telefon: +49 (0) 30 65211-1831 luise.steinwachs@brot-fuer-die-welt.de
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Anlässlich ihrer Jahreskonferenz im Oktober 2013 verabschiedete das afrikaweite Netzwerk Africa Platform for Social Protection ein Communiqué, in welchem universelle Systeme sozialer Sicherung gefordert werden. Damit solle sichergestellt werden, dass auch diejenigen, deren Lebensgrundlagen durch fehlende soziale Sicherung gefährdet sind, erreicht werden. In der Praxis hat das "targeting" - das Identifizieren "berechtigter Bevölkerungsgruppen" auf Grundlage der jeweiligen Armutssituation - oft genug seinen Zweck verfehlt. Eigentlich sollte es dazu dienen, in Armut lebende Menschen zu erreichen. Die Umsetzung macht jedoch deutlich, dass auch mit ausgefeilten "Targeting"- Methoden Sozialtransfers nicht zufriedenstellend ihre Zielgruppen erreichen und damit zur Armutsreduzierung beitragen. Daher wird zunehmend die Forderung "universeller" Systeme laut, die davon ausgehen, dass breit angelegte Systeme sozialer Sicherheit die Fehlerhaftigkeit des bisherigen targeting überwinden und damit die Sicherung von Lebensgrundlagen und den Zugang zu sozialen Grunddiensten fördern können.

Das Netzwerk Africa Platform for Social Protection besteht derzeit aus 22 Ländernetzwerken. Im kenianischen Landesnetzwerk Social Protection Actors Forum sind zahlreiche Partnerorganisationen von Brot für die Welt organisiert, u.a. das Netzwerk Kenya Community Based Health Financing Association und das Ecumenical Disability Advocates Network.

 

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