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Rio+20: Nachhaltige Entwicklung umsetzen!

Der aktuelle STAND.Punkt von VENRO, dem Verband Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen, legt die hohen Erwartungen der Zivilgesellschaft an Rio+20 dar.

 

Von Ehemalige Mitarbeitende am
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In der gestern veröffentlichten Stellungnahme kritisiert VENRO, dass der Erdgipfel von 1992 trotz seiner Strahlkraft bis dato nur geringe Auswirkungen auf die politische Praxis gehabt hat. Die seinerzeit angestoßene Debatte über eine nachhaltige Entwicklung sei bis dato wenig zielorientiert geführt worden. Die Priorisierung der ökonomischen Dimension des Nachhaltigkeitskonzeptes hat entscheidend zu den Umsetzungsdefiziten der gefassten Beschlüsse beigetragen. "Der Nachhaltigkeitsbegriff wurde aufgeweicht und die soziale und ökologische Lenkungswirkung nachhaltiger Politik blieb weitgehend aus." Daher setzt sich VENRO für ein Verständnis nachhaltiger Entwicklung ein, das wirtschaftliches Handeln in die Bahnen ökologischer und sozialer Leitplanken lenkt. Das sind im Kern die sogenannten planetarische Grenzen und die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Menschenrechte.

Mit Blick auf den institutionellen Rahmen für nachhaltige Entwicklung, eines der zentralen Themen von Rio+20, unterstützt VENRO die Stärkung des Umweltprogramms der Vereinten Nationen, die Einrichtung eines Rates für nachhaltige Entwicklung und die Ernennung eines Hochkommissars für zukünftige Generationen.

Zu den Kriterien, die der Verband für ein Konzept einer Green Economy aufstellt, zählt u.a. die Umsetzung der Menschenrechte, die Garantie wirtschaftlicher und politischer Teilhabe, soziale Gerechtigkeit innerhalb und zwischen den Generationen, Respekt für die natürlichen Grenzen unseres Planeten und die Abkehr von einer weiteren Privatisierung und Kommerzialisierung der Natur.

Ziele für eine nachhaltige Entwicklung bergen laut VENRO die Chance, "einen neuen Konsens für eine nachhaltige Entwicklung befördern oder gar herstellen [zu] können". Dazu müssten sie allerdings globale Gültigkeit beanspruchen und auf den Rio-Prinzipien aufbauen, u.a. dem der gemeinsamen aber unterschiedlichen Verantwortung. Auch hier spielt die Anerkennung politischer Teilhabe und die Erweiterung der Handlungsspielräume dafür eine zentrale Rolle.

Der komplette STAND.Punkt zu RIO+20 steht auf der Seite von VENRO zum download bereit. Außerdem gab es heute eine Pressemeldung zur aktuellen Stellungnahme.

 

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