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EED-Hintergrundpapier zur Rio+20-Konferenz erschienen

 

Von Ehemalige Mitarbeitende am
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Zwanzig Jahre nach dem Erdgipfel findet im kommenden Monat die Rio+20-Konferenz, die UN-Konferenz über nachhaltige Entwicklung, statt. In einem Hintergrundpapier beleuchtet der EED die wichtigsten Themen, die in Rio auf der Verhandlungsagenda stehen. Es zeigt auf, in welche Richtung das Abschlussdokument der Rio+20-Konferenz aus entwicklungspolitischer Sicht weisen sollte.

Mit Blick auf die Verhandlungen für eine Green Economy wird dabei ein Nachholbedarf der Regierungsverhandlungen in Sachen sozialer Menschenrechte und sozialer Gerechtigkeit analysiert. Darüber hinaus wird auch kritisch hinterfragt, ob die Wachstumsideologie, die der Green Economy anhaftet, das angestrebte Ergebnis des geringeren Umweltverbrauchs nicht konterkariert. Rebound-Effekte und Konsumsteigerungen aufgrund von Wachstumseffekten drohen die technologischen Effizienzgewinne zu kompensieren, so dass unter dem Strich die erhoffte Entkoppelung von Wachstum und Naturverbrauch ausbleibt oder aber nicht in dem erforderlichen Maße stattfindet.

Das zweite offizielle Verhandlungsthema behandelt die Governance-Struktur für eine nachhaltige Entwicklung. Die grundlegenden Vorschläge wie die Gründung eines Nachhaltigkeitsrates der Vereinten Nationen oder einer Aufwertung des UN-Umweltprogramms UNEP mögen dabei in die richtige Richtung zeigen, wecken jedoch gleichzeitig auch Erwartungen an eine veränderte globale Politik. Im Laufe der Gespräche hat sich die Debatte um nachhaltige Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) als dritter wichtiger Verhandlungsbereich herauskristallisiert.

Die Analyse des EED geht dahin, dass SDGs eine wichtige Funktion für die Steuerung globaler Nachhaltigkeitspolitik erfüllen können, wenn die bestimmte Mindestanforderungen erfüllen. Hierzu gehört, dass sie universell anwendbar sind, aber gleichzeitig die Orientierung der Millenniumsentwicklungsziele auf Armutsbekämpfung hin fortschreiben.

Michael Frein

 

 

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