Wir laden Sie herzlich ein zu einem Abendgespräch mit dem Titel:
Der Umgang mit kolonialem Erbe –
Perspektiven aus dem Deutschen Bundestag mit Awet Tesfaiesus MdB
bei Brot für die Welt / Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e. V.
Caroline-Michaelis-Str. 1, 10115 Berlin
Raum 0.K.01 Amalie Sieveking
Die Veranstaltung ist Teil des laufenden Prozesses bei EWDE, der sich mit Dekolonialität in der Entwicklungszusammenarbeit auseinandersetzt und den Dialog zu diesen Themen auf unterschiedlichen gesellschaftlichen Ebenen fördert. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht die Frage, wie der Deutsche Bundestag mit Deutschlands kolonialer Vergangenheit und deren fortdau-ernden politischen, rechtlichen und kulturellen Implikationen umgeht. Während in den öffentlichen Debatten zunehmend Verantwortung, Wiedergutmachung und eine Neubewertung historischer Nar-rative gefordert werden, bleibt das Parlament der zentrale Ort, an dem diese Forderungen im Rahmen von Gesetzesinitiativen, kulturpolitischen Entscheidungen und außenpolitischen Positionie-rungen verhandelt werden.
Im Gespräch mit Anna Schunk wird Awet Tesfaiesus erörtern, wie diese parlamentarischen Prozesse aussehen, wo sie stehen, wie Verantwortung für koloniale Ungerechtigkeiten im politischen Handeln des Bundestages verankert wird und wie gesetzgeberische Instrumente, Budgethoheit und Kulturpolitik zu struktureller Transformation beitragen können. Das Gespräch beginnt mit einer Frage- und Antwort-Runde und wird mit einem informellen Austausch ergänzt.
Über Ihre Teilnahme würden wir uns sehr freuen und heißen Sie herzlich willkommen. Leiten Sie die Einladung gerne an andere Interessierte weiter.
Zur Person:
Awet Tesfaiesus wurde in Asmara, Eritrea, geboren und wuchs in Deutschland auf. Sie ist ausgebil-dete Juristin und Gründerin einer Kanzlei, die sich auf Asyl- und Sozialrecht spezialisiert. Seit 2021 ist sie Mitglied des Deutschen Bundestages für Bündnis 90/Die Grünen und wurde als erste schwarze Frau in das deutsche Parlament gewählt. Sie ist Mitglied des Rechtsausschusses und Obfrau im Kulturausschuss, einem zentralen parlamentarischen Raum, in dem Fragen von kolonialem Erbe, Restitution, Museumspolitik und öffentlicher Erinnerung diskutiert werden. Außerdem sie sie stellvertretendes Mitglied im Auswärtigen Ausschuss und im Unterausschuss für Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik.
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