Benjamin Nikiema mit anderen Kleinbauern auf einem Feld mit Hirse in der Hand
Welternährungstag

Spenden gegen Hunger

Hinweis: Die Spendenbeispiele sind symbolisch. Durch Ihre zweckungebundene Spende ermöglichen Sie uns dort zu helfen, wo es am dringendsten ist.

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Die Organisation TSURO stellt Kleinbauern in der östlichen Region von Simbabwe Getreide und landwirtschaftliche Geräte zur Verfügung und hilft mit den Folgen des Klimawandels zu leben - und gleichzeitig die Umwelt zu schützen.Foto: GetreideProjektpartner: Towards Sustainable Use of Resources Organisation (TSURO)
Welternährungstag

Ihre Spende gegen Hunger und Mangelernährung

Über 600 Millionen Menschen auf der Welt hungern – jeden Tag. Dabei produziert die weltweite Landwirtschaft theoretisch genug Nahrung für alle. Jedes Jahr am 16. Oktober erinnert der Welternährungstag an ein Menschenrecht, das bis heute nicht umgesetzt ist: das Recht auf Nahrung.

Es regnet zu wenig, die Felder trocknen aus!

In Burkina Faso kämpfen viele Kleinbauernfamilien ums Überleben. Wegen dem Klimawandel fällt immer weniger Regen, die Ernten sind nicht mehr ertragsreich. Dank verbesserter Anbaumethoden und resistentem Saatgut schöpfen die Menschen wieder Hoffnung. Helfen auch Sie mit Ihrer Spende!

Millionen Menschen hungrig, Milliarden Menschen mangelernährt

Fast jeder 13te Mensch auf der Erde ist von chronischem Hunger betroffen: Schätzungsweise 645 Millionen Menschen weltweit litten 2025 unter Hunger und Unterernährung, so der aktuelle UN-Bericht zur globalen Ernährungssicherheit.

Fragt man nicht nur nach Kalorien, sondern nach Obst, Gemüse und ausgewogener Kost, steigt die Zahl der betroffenen Menschen in die Milliarden. Denn selbst wer satt wird, kann sich nicht unbedingt mit allen lebensnotwendigen Nährstoffen versorgen. Für rund 2,7 Milliarden Menschen auf der Welt ist eine gesunde Ernährung unerschwinglich. Vor allem in vielen afrikanischen Ländern verschärft sich diese Krise.  

Welternährungstag – gegen den Hunger

Welthungertag wird der Welternährungstag in Deutschland auch genannt. Der Aktionstag wurde 1979 von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen, um das öffentliche Bewusstsein für das Hungerproblem zu schärfen, Landwirtschaft und Nahrungsmittelproduktion in den Fokus zu rücken und weltweit mehr Einsatz gegen Mangelernährung und Armut zu bewirken.

Hunger hat weitreichende Folgen

Fast 24.000 Menschen sterben jeden Tag auf unserer Erde an Mangel- oder Unterernährung – und den Folgen davon. Denn wer sich nicht gut ernähren kann, ist anfälliger für Krankheiten und schwere Krankheitsverläufe. Fehlende Ernährungssicherheit hat viele indirekte Auswirkungen und stößt eine gefährliche Abwärtsspirale an: Die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit leidet, Lernen und Arbeiten fällt schwerer und bei Kindern wird die Entwicklung dauerhaft beeinträchtigt. Um sich kurzfristig Nahrung leisten zu können, verkaufen viele Menschen außerdem ihren Besitz oder sparen an Bildung.

Besonders betroffen von Hunger sind Frauen und Mädchen. Sie verzichten häufig als erste auf Nahrung, wenn diese knapp wird – obwohl gerade ihre unbezahlte Arbeit die Landwirtschaft am Laufen hält.

Unterstützen Sie unsere Arbeit gegen Hunger und Mangel

Brot für die Welt fördert seit Jahrzehnten zusammen mit unseren Partnerorganisationen die Arbeit gegen Hunger und schlechte Ernährung in aller Welt. Sie können dabei sein, unterstützen Sie uns mit einer Spende.

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Warum müssen so viele Menschen auf der Welt hungern?

Grundsätzlich gibt es mehr Nahrung auf der Welt, als die rund acht Milliarden Menschen brauchen. Hunger ist also kein Mengenproblem, sondern eine Frage des Zugangs. Wer arm ist, kann sich oft nicht genug zu essen leisten. Dazu kommen Kriege und Konflikte, ungerechter Welthandel und der Umstand, dass viel Nahrung gar nicht bei Menschen landet, sondern als Tierfutter, Biosprit oder Verschwendung verloren geht – was die Preise zusätzlich treibt. Die Klimakrise verschärft die Situation. Extremwetter wie Dürren und Überschwemmungen verursachen immer mehr Ernteausfälle.

Welternährung endlich sichern

Für mehr globale Ernährungssicherheit unterstützt Brot für die Welt zusammen mit lokalen Partnerorganisationen bäuerliche Familienbetriebe:

  • Beim Umstieg auf nachhaltige Anbaumethoden
  • Bei der Verteidigung ihrer Landrechte
  • Auf dem Weg zu mehr Unabhängigkeit von Agrarkonzernen, teurem Saatgut und Kunstdünger

Auf politischer Ebene fordern wir gerechtere Handelsstrukturen, wirksamen Klimaschutz und eine Agrar- und Fischereipolitik, welche die bäuerliche Landwirtschaft und handwerkliche Fischerei stärkt, anstatt sich der Agrarlobby zu beugen.

Erfolgreiches Projekt: Frauen besiegen den Hunger in Burundi

Burundi liegt in Ostafrika und gehört zu den ärmsten Ländern der Erde. Die Hälfte aller Kleinkinder ist mangel- oder unterernährt. Claudine Hashazinyanges Tochter war noch nicht einmal ein Jahr alt, als sie die Diagnose erhielt. Die Bäuerin wusste sich kaum zu helfen – bis kurz darauf Ladislas Barakamfitiye, ein Landwirtschaftsexperte unserer lokalen Partnerorganisation Ripple Effect, vor ihrer Tür stand und anbot, sie und die anderen im Dorf zu unterstützen.

Der Landwirtschaftsexperte motivierte die Frauen der Gemeinde, eine Spargruppe zu gründen, pachtete für sie einen Acker, brachte das erste Saatgut und leitete die Bewirtschaftung an. Mit Erfolg: Heute kann Claudine Hashazinyanges von ihren Erträgen leben und ihre Familie ernähren. „Es war wie ein Geschenk des Himmels“, sagt sie. Brot für die Welt unterstützt die Arbeit von Ripple Effect in Burundi seit 2020. Das aktuelle Projekt zur Ernährungssicherung kommt rund 2.000 Kleinbauernfamilien zugute.

Reis und Geld sparen in Bangladesch

Sundori Murmu sticht ins Auge auf dem Markt in Rajabarihat im äußersten Nordwesten Bangladeschs. Sie ist selbstbewusst, erfolgreiche Bäuerin und die einzige Frau. Als Schatzmeisterin verwaltet sie zudem das Ersparte ihrer Gemeinde. Sundori Murmu gehört der indigenen Volksgruppe der Santal an. In Bangladesch leben rund zwei Millionen Indigene aus 75 verschiedenen Volksgruppen, die von der bengalischen Mehrheitsgesellschaft weitgehend ausgegrenzt werden.

Wie die meisten Menschen im Nordwesten Bangladeschs lebt Sundori Murmu vom Reisanbau. Lange kamen sie und die anderen Dorfbewohner:innen kaum über die Runden: Klimawandel und Landraub verschärfen die Not der indigenen Bevölkerung seit Jahren, oft bleiben nur Kredithaie mit Wucherzinsen als Ausweg.

Unsere Partnerorganisation vor Ort stärkt die indigenen Gemeinden und unterstützt sie dabei, gemeinsam für Notzeiten zu sparen – auch Reis: Von jeder Mahlzeit legen die Familien eine Handvoll Reis im gemeinsamen Reisspeicher beiseite. In Workshops lernen Frauen wie Sundori Murmu außerdem, für ihre Rechte als Frau, Bäuerin und Indigene einzustehen.

Gesunde Ernährung in Laos

Im abgelegenen Hochland von Laos ernähren sich die meisten Menschen von dem Wenigen, das ihre kleinen Felder in harter Arbeit hergeben. Jedes dritte Kleinkind ist mangelernährt. Fünf von Hundert erleben ihren fünften Geburtstag nicht. Zu unregelmäßigen Ernten infolge des Klimawandels kommen fehlendes Wissen und weit verbreitete Mythen über Ernährung.

Mit dem Ziel, durch Bildung die Gesundheit der Menschen auf dem Land zu verbessern, gründeten drei Frauen 2009 im Süden von Laos einen Verein für Dorfentwicklung. Heute hat ihre Organisation 28 Mitarbeitende, bietet Schulungen zu gesunder Ernährung und nachhaltiger Landwirtschaft an und unterstützt die Familien zum Beispiel mit Saatgut. Brot für die Welt ist der wichtigste Partner des lokalen Vereins.

Der Welternährungstag erinnert daran: Niemand sollte hungern müssen. Mit gezielter Hilfe zur Selbsthilfe können Menschen den Hunger dauerhaft besiegen. Tragen Sie mit Ihrer Spende dazu bei, dass noch mehr Familien diesen Weg gehen können.

 

Unterstützen Sie uns

Die Familie des Kleinbauern Benjamin Adama Nikiema hilft beim Dreschen der Rispenhirse. Benjamin Nikiema und ODE-Agronom Boubaka Sieba betrachten die Hirsepflanzen

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