Screenshot aus einem Video zum Thema Plastikmüll.
Klimakrise

Heute die Welt nachhaltig verändern

Mehr als 180 Tote, Schäden in Milliardenhöhe ‒ die Flutkatastrophe 2021 rund um das Ahrtal hat Deutschland noch einmal die verheerenden Auswirkungen des Klimawandels vor Augen geführt. Den globalen Süden trifft die Klimakrise aber weit schlimmer: Hier sind schon jetzt Millionen Menschen in ihrer Existenz bedroht. Es ist höchste Zeit zu handeln, und zwar gemeinsam.

Die Klimakrise ist menschengemacht: Verursacht wird die globale Erwärmung in erster Linie durch Treibhausgase, insbesondere Kohlenstoffdioxid (CO2). Sie werden vor allem durch die Verbrennung fossiler Energieträger wie Kohle, Erdöl oder Erdgas freigesetzt. Deshalb fordern wir, dass die Politik die Rahmenbedingungen für Großverbraucher der fossilen Energie wie Energiewirtschaft, Verkehr, Industrie und Landwirtschaft ändert.

Doch auch wir alle können etwas dafür tun, denn unser Konsum hat Folgen:

  • Weltweit machen jedes Jahr 359 Millionen Tonnen Kunststoff unsere Erde zum Plastik-Planeten. Dazu kommen weitere 400 Millionen Tonnen CO2, die bei der Herstellung des Plastiks entstehen, der oft mit Kohlekraft erzeugt wird. Werden die Plastikgegenstände später nicht mehr gebraucht, entstehen noch einmal CO2-Emissionen beim Verbrennen.
  • Jedes Jahr werden mehr als 100 Milliarden neue Kleidungsstücke produziert. Diese verursachen 1,2 Milliarden Tonnen CO2, weil beim Anbau der Baumwolle für die Kleidung Dünger und Pestizide eingesetzt werden, deren Herstellung viel Energie verbraucht. Auch das Färben und die weitere Bearbeitung der Stoffe ist energieintensiv. Werden statt Baumwolle Synthetikfasern verwendet, ist das ebenfalls sehr energieaufwendig. Dazu wird in der Regel Kohleenergie eingesetzt.
  • Auch was wir essen, hat Folgen für das Klima. Jedes Jahr verspeisen wir weltweit 320 Millionen Tonnen Fleisch. Das macht 15 Prozent der globalen Treibhausgase aus: 45 Prozent der Emissionen entstehen bei der Produktion und Verarbeitung der Futtermittel, 39 Prozent kommen aus den Verdauungstrakten von Wiederkäuern wie Rinder, Schafe und Ziegen. 10 Prozent sind auf die Lagerung und Verarbeitung von Dung zurückzuführen.

Was du tun kannst

Mit unserem Verhalten im Alltag können wir also alle einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Du weißt nicht, wo du anfangen sollst? Anhand von zehn einfachen Fragen kannst du in unserem „ökologischen Fußab­drucktest“ überprüfen, wie nachhaltig deine Lebenswei­se ist ‒ und bekommst Tipps für mehr Nachhaltigkeit im Alltag. Mut, sich in Schule, Arbeitsplatz, Verein, Kommune oder auf landes-­ und bundespolitischer Ebene zu engagieren, macht dir unserer „Handabdrucktest“. Nach Beantwortung einiger Fragen generiert dieser Vorschläge, wie du dich engagieren kannst.

Was Brot für die Welt tut

Sowohl mit unseren Projekten mit Partnerorganisationen als auch in der politischen Arbeit engagiert sich Brot für die Welt für vom Klimawandel betrof­fene Menschen in den Ländern des globalen Südens:

  • Wir helfen Kleinbauernfamilien dabei, sich an die Klimaveränderungen anzupassen und widerstands­fähiger gegenüber Wetterextremen zu werden, zum Beispiel durch den Anbau dürre­- oder salzresistenter Getreidesorten.
  • Wir unterstützen Maßnahmen zur Katastrophen­prävention, etwa die Errichtung von Deichen und sturmsicheren Häusern.
  • Wir fördern Aktivitäten zum Klimaschutz, wie den Bau energiesparender Öfen, die Verwendung von Solar­- oder Wasserenergie und das Aufforsten von Wäldern .
  • Gemeinsam mit Partnerorganisationen und Bündnis­partnern in aller Welt treten wir für eine ambitionierte und menschenrechtsbasierte Umsetzung des Pariser Klimaabkommens ein.
  • Wir engagieren uns dafür, dass Industrieländer wie auch Deutschland und die Europäische Union einen fairen Beitrag zur finanziellen Unterstützung der Entwicklungsländer leisten.
  • Wir treten dafür ein, dass Menschen, die ihre Heimat aufgrund des Klimawandels verlassen müssen, Schutz­ansprüche einfordern können.
  • Wir fördern und fordern eine Energieversorgung, die zu 100 Prozent auf erneuerbaren Energien basiert.

COP27: Gemeinsam gegen den Klimawandel

Anfang November treffen sich die Staats- und Regierungschefs der Vereinten Nationen sowie deren Verhandlungsdelegationen zur jährlich tagenden internationalen Klimakonferenz (kurz: COP27), um Maßnahmen im Kampf gegen die Klimakrise zu entscheiden. Auch Brot für die Welt ist mit einer Vielzahl seiner Partnerorganisationen weltweit vor Ort, um an den Verhandlungen teilzunehmen.

Wir fordern eine Klimapolitik, die sich an den Bedürfnissen der ärmsten und verletzlichsten Bevölkerungsgruppen ausrichtet. Daher setzen wir uns für eine ambitionierte Umsetzung des Pariser Klimaabkommens ein. Unsere Kernforderungen sind die drastische Reduktion von CO​​​2 durch den Ausstieg aus fossilen Energieträgern und den Einsatz von erneuerbaren Energien sowie die Unterstützung der ärmsten Menschen in der Bewältigung negativer Auswirkungen des Klimawandels. Verfolge unsere Arbeit vor Ort, teil gern deine Ideen und Fragen mit uns.

Deine Spende gegen die Klimakrise

Unter zerstörten Regenwäldern, sich ausbreitenden Wüsten und dem steigenden Meeres-spiegel leiden bereits jetzt die Menschen im globalen Süden. Mit deiner Spende können wir Projekte zum Klimaschutz und zum Umgang mit den Auswirkungen des Klimawandels fördern, wie Anpassungsprojekte oder Projekte zur Bewältigung von Klimaschäden. Lass uns gemeinsam für eine nachhaltige und zukunftsfähige Lebens- und Wirtschaftsweise einsetzen.

Bitte unterstütze die Arbeit von Brot für die Welt mit deiner Spende!

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Benjamin Nikiema und ODE-Agronom Boubaka Sieba betrachten die Hirsepflanzen Benjamin Nikiema mit anderen Kleinbauern auf einem Feld mit Hirse in der Hand

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