Pressemeldung

„Am 8. März Frauenrechte weltweit einfordern!“


Anlässlich des Internationalen Frauentags und des Internationalen Jahres der Frauen in der Landwirtschaft fordert Brot für die Welt mehr Bemühungen um Geschlechtergerechtigkeit, Zugang zu Ressourcen und politische Teilhabe für Frauen weltweit. Das evangelische Entwicklungswerks unterstützt außerdem den ENOUGH!-Frauenstreik am 9. März als Ausdruck globaler Solidarität.

Frauen leisten in vielen Ländern des Globalen Südens den Großteil der landwirtschaftlichen Arbeit — beim Anbau, Ernten, Weiterverarbeiten und in der Versorgung von Familien. Damit sind sie unentbehrlich für die Landwirtschaft und die Lebensmittelproduktion. Dennoch besitzen sie selten eigenes Land, haben nur eingeschränkten Zugang zu Saatgut, Krediten und technischen Hilfen und sind bei wichtigen Entscheidungen unterrepräsentiert. Hinzu kommt die Doppelbelastung durch unbezahlte Haus- und Sorgearbeit. Der ökonomischen und sozialen Bedeutung von Frauenarbeit steht die mangelnde Gleichstellung von Frauen und die Missachtung ihrer Rechten sowie der Rechte von queeren Menschen weltweit gegenüber.

Anurita Hazarika, Geschäftsführerin des North East Networks, einer Frauenrechtsorganisation in Indien und Partnerorganisation von Brot für die Welt, kritisiert die herrschende Ungleichheit im landwirtschaftlichen Sektor. Sie fordert: „Es ist von zentraler Bedeutung, die Ursachen und weitreichenden Folgen geschlechtsspezifischer Ungleichheit zu verstehen und zu beseitigen, da sie zum Beispiel die landwirtschaftliche Produktivität erheblich beeinträchtigt. Die Führungskompetenz von Frauen muss dringend und konsequent in alle Phasen der politischen Planung und Entscheidungsfindung für nachhaltige landwirtschaftliche Praktiken einbezogen werden. Nur so können widerstandsfähige Gemeinschaften aufgebaut werden.“

Dagmar Pruin, Präsidentin von Brot für die Welt, ergänzt: „Am 8. März fordern wir Frauenrechte weltweit ein. Ohne Geschlechtergerechtigkeit lassen sich Hunger und Landzerstörung nicht wirksam bekämpfen. Frauen sind zentrale Akteurinnen in der Ernährungssicherung — auch deshalb müssen sie Ressourcen, Mitsprache und rechtliche Sicherheit haben.“

Brot für die Welt unterstützt den dezentralen ENOUGH!-Frauenstreik am 9. März. Der Streik macht sichtbar, welche Teile des gesellschaftlichen Lebens durch eine kollektive Arbeitsniederlegung von Frauen zum Stillstand kämen und unterstreicht damit die Bedeutung ihrer Arbeit.

Internationale Zusammenarbeit ist zentral, um Frauenrechte zu verwirklichen. Die Bundesregierung ist aufgefordert, die im Welternährungsausschuss vereinbarten Leitlinien zur Gleichstellung umzusetzen — zum Beispiel durch Programme, die Frauen und marginalisierten Gruppen in landwirtschaftlichen Entscheidungsprozessen eine zentrale Rolle einräumen, ihre Landrechte sichern und ihren Zugang zu Finanzierungen und Saatgut erleichtern.

Aferdita Prroni, Direktorin der albanischen Partnerorganisation von Brot für die Welt Human Rights in Democracy Center, unterstreicht die Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit: „Lokale und transnationale Netzwerke stärken Frauenrechte nachhaltig. Durch gemeinsame Advocacy-Arbeit, die Erstellung von Schattenberichten für die Vereinten Nationen und koordinierte Lobbyarbeit lassen sich Regierungen unter Druck setzen. Austausch und Solidarität über Grenzen hinweg sind unverzichtbar.“

Brot für die Welt ruft anlässlich des 8. März die Bundesregierung und internationale Geberorganisationen dazu auf, Frauenrechte in der Agrarpolitik konsequent zu verankern, Landrechte zu stärken und Programme zu fördern, die Frauen Zugang zu Ressourcen und Mitbestimmung sichern.

Pressekontakt:

Prokop Bowtromiuk, Pressesprecher, Brot für die Welt
0172 58213 13
prokop.bowtromiuk@brot-fuer-die-welt.de


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