Pressemeldung

Kraft zum Leben schöpfen: Bundesweite Spendenaktion von Brot für die Welt in Karlsruhe eröffnet


Mit einem Festgottesdienst in Karlsruhe startete heute die bundesweite Spendenaktion von Brot für die Welt. Unter dem Motto „Kraft zum Leben schöpfen“ rückt die 67. Aktion die Themen Wasser, Ernährungssicherung und Klimagerechtigkeit in den Mittelpunkt. Der Gottesdienst in der Stadtkirche Durlach wurde heute Vormittag live in der ARD/Das Erste übertragen. Geleitet haben den Gottesdienst Pfarrerin Dagmar Pruin, Präsidentin von Brot für die Welt, und Heike Springhart, Landesbischöfin der Evangelischen Landeskirche in Baden. Zu den Mitwirkenden gehörten Oberkirchenrätin Sabine Jung, Vorstandsvorsitzende der Diakonie Baden, sowie internationale Partner*innen von Brot für die Welt wie Reverend James Bhagwan, Generalsekretär der Pazifischen Konferenz der Kirchen.

Die drei Predigtteile des Festgottesdienstes verbanden einen Vers aus dem Buch Amos „Es ströme aber das Recht wie Wasser und die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach“ mit aktuellen politischen Spannungsfeldern und globalen Gerechtigkeitsfragen.

Pfarrerin Dagmar Pruin, Präsidentin von Brot für die Welt, stellte die Frage von Gerechtigkeit ins Zentrum ihrer Predigt. Sie knüpft damit an aktuelle Debatten zu wachsender sozialer Ungleichheit und die Notwendigkeit, gerechte Rahmenbedingungen zu schaffen an. Sie beschrieb, wie der Prophet Amos Gerechtigkeit als die göttliche Ordnung zeichnet. „Diese göttliche Ordnung füllen Menschen mit Leben, füllen sie mit Handeln. Erst dadurch wird die Gerechtigkeit wirksam – sie ist ein Beziehungsgeschehen,“ sagte Pruin im Gottesdienst. Mit Blick auf die Themen Wasser und Klimagerechtigkeit bleibt diese Gerechtigkeit heute für viele Menschen unerfüllt. Über zwei Milliarden Menschen fehlt der Zugang zu sauberem Trinkwasser, obwohl dieser Zugang als grundlegendes Menschenrecht anerkannt ist. Und die Folgen des Klimawandels sind ungerecht verteilt – diejenigen die ihn nicht verursacht haben, leiden am meisten darunter.

Reverend James Bhagwan wurde in seinem Predigtteil deutlich. Für die Pazifikgemeinden sei Wasser längst eine existenzielle Bedrohung – durch den steigenden Meeresspiegel, Umweltzerstörung und verschmutzte Flüsse. Advent, so Bhagwan, widerlege die Annahme der Ohnmacht: Jede Entscheidung zu Energie, Konsum, Haushalt oder Politik fördert oder verhindert Gerechtigkeit. „Erlasst Schulden, die den Aufbau notwendiger Infrastruktur zunichtemachen!  Stoppt Investitionen, die Wälder, Flüsse und Korallenriffe zerstören, schützt Frauen und Kinder vor Gewalt, die mit Entwurzelung und Vertreibung einhergeht“, forderte Bhagwan.

Landesbischöfin Heike Springhart beschrieb eindrücklich, wie sehr sie im Heiligen Land, in der Ukraine, im Sudan oder im Alltag vieler Menschen die vertrockneten Hoffnungen unserer Zeit sieht. Advent sei jedoch eine Zeit des gemeinsamen Hoffens und Handelns: Gottes Gerechtigkeit hole die Ränder in die Mitte und erreiche diejenigen, deren Leben von Angst, Armut und Perspektivlosigkeit geprägt ist. „Gehen wir in diesen Advent, gestärkt vom lebendigen Wasser. Als Menschen, die den Strömen der Gerechtigkeit Raum schaffen. Als Menschen, die sich von Gottes Liebe in Bewegung bringen lassen. Als Menschen, in denen schon heute etwas vom kommenden Frieden aufleuchtet.“

Spendenaktion für Partnerprojekte weltweit

Die Spenden kommen Projekten von Partnerorganisationen von Brot für die Welt weltweit zugute. „Die Gemeinschaften vor Ort haben Lösungen, die manchmal nachhaltiger sind als unsere Ideen von Entwicklung. Diese Handlungs- und Widerstandsfähigkeit sollten wir wertschätzen“, sagt Vani D. Catanasiga, Geschäftsführerin des Fiji Council of Social Services (FCOSS), einer Partnerorganisation von Brot für die Welt. Der Fidschianische Rat für soziale Dienste unterstützt derzeit eine Dorfgemeinschaft bei der Umsiedlung auf höher gelegenes Land, um den Folgen des steigenden Meeresspiegels zu begegnen.

Oberkirchenrätin Sabine Jung, Vorstandsvorsitzende der Diakonie Baden, hob die Bedeutung von Brot für die Welt hervor: „Die Spendenaktion ist ein wichtiges Zeichen für gelebte Solidarität. Der globale Aspekt spielt eine entscheidende Rolle im Einsatz für Gerechtigkeit und Teilhabe. Deshalb freut es mich besonders, dass wir die bundesweite Eröffnungsfeier dieses Mal in Karlsruhe als Gastgeber begleiten. Auch um zu verdeutlichen, dass Diakonie lokal und global zugleich wirkt. Brot für die Welt ist mehr als ein Projekt – es ist ein weltweites Statement für Nachhaltigkeit, Ernährungssicherheit und kulturelle Identität.“

Hintergrund:
1959 rief die Evangelische Kirche erstmals mit der Aktion Brot für die Welt zu Spenden im Kampf gegen Hunger und Armut auf. Heute ist Brot für die Welt Teil einer globalen Bewegung, die sich weltweit für Veränderungen einsetzt. Gemeinsam mit Partnerorganisationen ermöglicht das evangelische Entwicklungswerk Menschen in über 80 Ländern, ihre Lebenssituation aus eigener Kraft zu verbessern. Schwerpunkte der Arbeit sind die Überwindung von Hunger und Armut, die Stärkung von Bildung und Gesundheit sowie der Einsatz für Menschenrechte und Klimagerechtigkeit.

Die Kollekten an Heiligabend sind in den evangelischen Kirchengemeinden traditionell für Brot für die Welt bestimmt.

Spendenkonto Brot für die Welt:
IBAN: DE10 1006 1006 0500 5005 00
BIC: GENODED1KDB

www.brot-fuer-die-welt.de/weihnachtsspende

Wir bitten Doppelsendungen zu entschuldigen.

Hinweise für Redaktionen:
Predigttext und weitere Informationen finden Sie hier:
https://www.brot-fuer-die-welt.de/presse/digitale-pressemappen/

Pressefotos finden Sie am frühen Nachmittag unter:
https://www.brot-fuer-die-welt.de/pressefotos

Projektinformationen und mehr zur Aktion finden Sie hier:
https://www.brot-fuer-die-welt.de/gemeinden/kraft-zum-leben-schoepfen/

Pressekontakt:

Prokop Bowtromiuk, Pressesprecher, Brot für die Welt
030 65211 1559, mobil: 0172 58213 13
prokop.bowtromiuk@brot-fuer-die-welt.de

Stefan Herholz, Pressesprecher der Evangelischen Landeskirche in Baden
0721 - 9175-397
stefan.herholz@ekiba.de

Rebecca Müller-Hocke, Referentin Redaktion und Presse, Diakonie Baden
0721 9349 349
rmueller-hocke@diakonie-baden.de


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