Am 19. März stand in der St. Andreas Gemeinde in Springe ein weltweit hochaktuelles Thema im Mittelpunkt: die Rolle von Frauen in der Landwirtschaft. Anlass war die Ausstellung "Wer in diesem Land die Arbeit macht" des Künstlers Daniel Lienhard.
Denise Irmscher, Referentin für Brot für die Welt in der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers lenkte den Blick auf eine oft übersehene Realität. Weltweit sind es Frauen, die einen Großteil der landwirtschaftlichen Arbeit leisten. Sie bestellen Felder, ernten, holen Wasser, verarbeiten Lebensmittel und tragen maßgeblich sowohl zum Verkauf der Erzeugnisse als auch zur Ernährungssicherung ihrer Familien bei. Gleichzeitig besitzen sie - tortz ihrer zentralen Rolle - weniger eigenes Land und sind von strukturellen Ungleichheiten betroffen.
Vor dem Hintergrund, dass die Vereinten Nationen das Jahr 2026 zum Internationalen Jahr der Frauen in der Landwirtschaft erklärt haben, erwies sich dieser Fokus als besonders passend.
Der Abend wurde von Eckard Luckow, dem Brot für die Welt-Beauftragten des Kirchenkreises Laatzen-Springe, angeregt. "Mir war es wichtig aufzuzeigen, wie die Themen hier mit den Realitäten in Ländern des Globalen Südens zusammenhängen. Die Projekte der Partner*innen von Brot für die Welt machen das nicht nur sichtbar, sondern sie zeigen auch Lösungsansätze auf", sagt Luckow. "Sie verdeutlichen uns, dass wir nicht immer nur Akteure sind, sondern dass wir auch auf das reagieren können, was andere uns aufzeigen, die in manchen Aspekten schon viel weiter sind. Sie machen deutlich: Es muss nichts bleiben, wie es ist. Man muss nicht stillstehen. Das hat dieser Abend sehr deutlich gezeigt."
Für den musikalischen Rahmen sorgte die Sängerin Mara From Mars, deren beiträge den Abend eine besondere Atmosphäre verliehen.


