Blog-Beitrag

Wie unser Essen der Natur schadet

Im Vorfeld der landeskirchlichen Eröffnung der diesjährigen Aktion "Brot für die Welt" waren Bio-Landwirt Felix Prinz zu Löwenstein und Regisseur Valentin Thurn zu Gast im Dekanat Erbach. Beide beleuchteten unterschiedliche Facetten des Umgangs mit Ressourcen.

Von Brigitte Molter am
Bild von Brigitte Molter
Brigitte Molter Sachbearbeitung Öffentlichkeitsarbeit Brot für die Welt und Diakonie Katastrophenhilfe
Telefon: 069 976518-90 molter@zentrum-oekumene.de

Prinz zu Löwenstein

Bio-Landwirt Dr. Felix Prinz zu Löwenstein im Gespräch mit Pfarrer Thomas Hoerschelmann in der gut besetzen Erbacher Stadtkirche.

 

Foto: Bernhard Bergmann

Der promovierte Agrarwissenschaftler Prinz zu Löwenstein forderte im Gespräch mit Pfarrer Thomas Hoerschelmann vor rund 120 Gästen in der Stadtkirche Erbach einen Ausstieg aus dem landwirtschaftlichen Subventionssystem. Bei korrekter Berücksichtigung der durch landwirtschaftliche Produktion verursachten Schäden - zum Beispiel durch Überdüngung - müssten konventionell erzeugte Lebensmittel wesentlich teurer sein als Bio-Produkte. 

Zu Löwenstein zufolge ereignet sich derzeit das erste Massensterben in der Geschichte der Menschen, das durch eine Spezies, nämlich den Menschen, verursacht wird. Ursachen hierfür seien unter anderem die Verschmutzung des Grundwassers und der Meere sowie die allzu sorglose Anwendung von Antibiotika.

Regisseur Valentin Thurn stellte am Folgetag im Höchster Kino seinen Dokumentarfilm "Taste the Waste" über den Umgang der Industriegesellschaften mit Nahrungsmitteln und die globalen Ausmaße von Lebensmittelabfall vor. In der anschließenden Diskussion erläuterte Thurn, dass ein Drittel der Welternte auf dem Weg vom Acker zum Teller kaputtgeht. Unter anderem machte er dafür gesetzliche Vorgaben, aber auch das Bemühen, die Preise stabil zu halten, verantwortlich.

Im Gymnasium Michelstadt sahen mehr als 100 Oberstufenschüler den Film und tauschten sich anschließend mit dem Regisseur über das Gesehene aus.


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