Thema: Glaube ist vielfältig und überwindet Grenzen.
Wochenspruch: "Und es werden kommen von Osten und von Westen, von Norden und von Süden, die zu Tisch sitzen werden im Reich Gottes."
Wir danken dir Gott, für deine Kirche aus vielen Völkern und Kulturen,
wie wir sie in der Ökumene und zahlreichen Begegnungen vielfältig erleben dürfen.
Wir bitten dich darum, dass deine Liebe und dein Friedenswille,
die Kraft, die aus diesen Begegnungen kommt, unter uns wirke!
Nimm von uns die drückende Last, vor der wir heute stehen:
Ausgrenzung, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit
sind unter uns und auch in unserer Kirche salonfähig.
Hilf uns, Gott, stärke alle, die sich gerade jetzt für andere einsetzen,
die das Recht der Armen und Rechtlosen einfordern,
die auch in Zukunft Menschen aus allen Nationen und Kontinenten
in deiner Kirche sehen und mit ihnen
an deinem neuen Reich in Frieden und Gerechtigkeit bauen.
Zunehmende Schieflage und Unrecht durch dramatische soziale Ungleichheit
Die globale Ungleichheit ist stärker denn je. Erstmals gibt es auf der Welt über 3000 Milliardäre. Ihr Vermögen beläuft sich auf über 18 Billionen US Dollar. Gleichzeitig lebt fast die Hälfte der Weltbevölkerung in Armut und 25 Prozent der Weltbe-völkerung kann sich nicht ausreichend ernähren. Mittel zur Bekämpfung von Hunger, Klimakrise, Gewalt und Bildungsnot-ständen werden immer weniger. Auch die massive Gefährdung demokratischer Prozesse und Institutionen geht mit dieser Entwicklung einher. Daher fordert ein breites Bündnis zivilgesellschaftlicher Organisationen die Einführung einer Milliardärssteuer - auch und gerade im Zusammenhang mit den Verhandlungen am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos www.brot-fuer-die-welt.de/pressemeldung/2026-bundeskanzler-merz-in-davos-brot-fuer-die-welt-fordert-milliardaerssteuer-und-entschuldungsinitiative/ .
Dein Reich komme, Herr!
Hilf uns, Gott, damit wir nicht vergehen!
Wie können wir leben, wenn immer weniger Menschen immer mehr besitzen -
und die im Elend sieht niemand mehr!
Hilf uns, barmherziger Gott,
damit wir sie zusammenbringen:
die die immer mehr haben
und die, die nicht wissen,
ob sie ihren Kindern morgen noch etwas zu essen geben können.
Wende all die Wut und Enttäuschung über das zunehmende Unrecht
in kluge und weitsichtige Entscheidungen,
durch Regelwerke, Steuern und gemeinsames Handeln der Völker,
damit die Ärmsten hoffen und sich selbst helfen können,
damit die von Hunger, Krieg, Kälte und Hitze Bedrohten gerettet werden,
und wir in Zukunft gemeinsam am Tisch sitzen,
wie Jesus mit den Seinen, denen er die Bilder deines neuen Reiches ins Herz schrieb,
dein Reich in Frieden und Wahrheit, in Klarheit und Recht.
Dein Reich komme, Herr!