+++ Sichere Geburten, Leben retten +++
In der Waldregion im Südosten Guineas gibt es nur wenige Ärzte, Pflegepersonal und Krankenhäuser. Die Straßen sind schlecht ausgebaut, wenn es bei Geburten zu Komplikationen kommt, ist medizinische Hilfe für Mütter und Kinder praktisch unerreichbar. Unsere lokale Partnerorganisation Tinkisso informiert Familien über die Risiken von Hausgeburten, bildet das Personal weiter und stattet Krankenhäuser und Gesundheitsstationen mit medizinischen Geräten aus.
Ausstattung und Know-how als Schlüssel
„Fast hätten wir vergangene Nacht einen Jungen verloren“, sagt der Arzt Pepe Bimou in der Morgenandacht der Klinik der Evangelisch-methodistischen Kirche in Diécké. „Lasst uns dankbar sein.“ „Amen“, rufen alle. Selten schläft er mehr als fünf Stunden. Der 39-Jährige ist der einzige Arzt in dem Krankenhaus. Er hat eigentlich Allgemeinmedizin studiert, doch hauptsächlich ist er mit Geburten beschäftigt. Die Klinik wird von Brot für die Welt unterstützt und gilt als beste der Gegend. Es ist die einzige, in der Kaiserschnitte durchgeführt werden können. Das nächste, ein wenig besser ausgestattete Krankenhaus liegt drei Autostunden entfernt, in Nzérékoré, der Hauptstadt der gleichnamigen Region.
Eigentlich wollte Pépé Bimou Ingenieur werden. Doch die Beamten in der staatlichen Studienplatzvergabestelle schickten ihn an die einzige medizinische Fakultät des Landes in die Hauptstadt Conakry. Bimou fügte sich. Seine Eltern waren schon alt, sie würden bald nicht mehr arbeiten können. Wenn er Arzt würde, bräuchten sie zumindest kein Geld mehr für Medikamente und Arztbesuche auszugeben, dachte er. Als er dann bei seinem ersten Praktikum erlebte, dass er tatsächlich Menschen heilen und ihnen helfen konnte, erwachte in Pépé Bimou die Leidenschaft für den Beruf.
Geburtsthilfe in der Waldregion
Wenn es in der Waldregion im Süden Guineas medizinische Notfälle passieren, kommt Hilfe fast immer zu spät. Es gibt kaum Krankenwagen, die wenigsten können sich ein Taxi leisten. Und die Straßenverhältnisse sind katastrophal. Zudem meiden viele Menschen das öffentliche Gesundheitssystem, seit vor neun Jahren in der Region Ebola ausbrach und sich zahlreiche Menschen in Gesundheitszentren und Kliniken ansteckten.
Um das Vertrauen der Bevölkerung in das Gesundheitswesen zu stärken, leistet Tinkisso, eine lokale Partnerorganisation von Brot für die Welt, Aufklärungsarbeit in den Gemeinden. Sie informiert die Menschen über die Risiken einer Hausgeburt und weist darauf hin, wie wichtig regelmäßige Kontrolluntersuchungen sind. Zudem bildet sie das Personal von Gesundheitsstationen und Krankenhäusern weiter und stattet diese mit Strom, Wasser und medizinischen Geräten aus. So wie Pépé Bimou und seine Kolleg*innen.
Video: Sichere Geburten in Guinea
Hoffnungsschimmer für die Gesundheitsversorgung
Tinkisso bildete bisher Ärzt*innen, Pfleger*innen und Krankenschwestern von drei Krankenhäusern, 19 Gesundheitsstationen und vier medizinischen Zentren weiter. Außerdem erhalten 30 Krankenschwestern und Pfleger eine Fortbildung in geburtshilflicher Notversorgung. Sie konnten so bereits mehr als 6.100 Schwangere und Mütter bei der Geburt betreuen. Lah-ne Kolié ist eine von ihnen. Ihr Kind lag falsch herum im Mutterleib, für einen Kaiserschnitt war es zu spät. Doch mit seinen Kolleg*innen konnte Pépé Bimou sowohl sie als auch ihren Sohn retten. Lah-ne Kolié konnte nach einer dramatischen Geburt noch im Morgengrauen zurück zu ihrer Familie – mit ihrem gesunden Neugeborenen.
Spendet für Geburtenhilfe in Guinea!
Damit wir Menschen wie Lah-ne Kolié und Pepe Bimou in Guinea weiter dabei unterstützen können, Geburten so sicher wie möglich zu machen, sind wir auf Eure Hilfe angewiesen. Mit einer Spende könnt Ihr unsere Arbeit und die unserer Partnerorganisationen vor Ort unterstützen. Lasst uns gemeinsam etwas bewirken und die Welt zu einem besseren Ort machen!
Schreib die Welt nicht ab. Schreib sie um!
Hinweis: Die Spendenbeispiele sind symbolisch. Durch Eure zweckungebundene Spende ermöglicht Ihr uns dort zu helfen, wo es am dringendsten ist.
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