Blog

Film „Made in Bangladesh“ - mit Begleitmaterial

Brot für die Welt präsentiert den Spielfilm „Made in Bangladesh“

 

am 8. September 2021, 20 Uhr, im Freiluftkino Friedrichshain

 

und erinnert damit an den Brand in einer pakistanischen Textilfabrik in Karachi am 11. September 2012, bei dem mehr als 250 Menschen ums Leben kamen.

 

 

 

 

 

Von Birgit Eichmann am
Bild von Birgit Eichmann
Birgit EichmannReferat globales Lernen
Telefon: +49 30 65211 1278birgit.eichmann@brot-fuer-die-welt.de
mehr zur Person

 

„Made in Bangladesh“ erzählt die Geschichte der 23-jährigen Shimu, die in einer Textilfabrik in Dhaka, der Hauptstadt von Bangladesch, unter ausbeuterischen Bedingungen arbeitet. Doch sie setzt sich zur Wehr, indem sie, zusammen mit ihren Kolleg:innen, eine Gewerkschaft gründet. Daraufhin übt ihr Ehemann Druck auf sie aus und die Fabrikleitung beginnt ihr zu drohen. Aber Shimu lässt sich nicht entmutigen.

Hinweise für die Bildungsarbeit

Das Begleitmaterial führt in die Themen Textilkonsum und -produktion, Arbeitsrechte sowie die Gleichberechtigung der Frau in Deutschland und Bangladesch ein. Es bietet Fakten, schafft Raum für Selbstreflexionen und zeigt auf, wie sich jede:r für eine nachhaltige Textilproduktion engagieren kann. Die Themen sind eingebettet in Landes- und Projektinformationen zu Bangladesch. Durch die enge Anlehnung an den Film eignet sich das Begleitmaterial für die Weiterarbeit mit "Made in Bangalesh", kann aber auch gut unabhängig vom Film eingesetzt werden. Die zahlreichen Arbeitsblätter bieten Impulse für die Schul- oder Gemeindearbeit, sei es in Form von Projekttagen, Unterrichtseinheiten oder einzelnen Unterrichtsstunden. Sie finden diese im Begleitheft, das unten zum Download bereitsteht.

Zum Hintergrund

Bangladesch ist nach China der zweitgrößte Textilexporteur weltweit. 80 Prozent der Exporterlöse stammen aus der Textilwirtschaft, wo über vier Millionen Menschen arbeiten - 3,2 Millionen davon sind Frauen. In Bangladesch werden die niedrigsten Löhne weltweit bezahlt, was dazu geführt hat, dass dieser Industriezweig enorm wachsen konnte. Der Mindestlohn liegt bei 63 Euro im Monat, zum Leben benötigt ein Mensch laut des Asia Floor Wage 370 Euro pro Monat. Gewerkschaften gibt es in 142 der insgesamt 7.000 Fabriken. Neben den niedrigen Löhnen ist die Arbeitssicherheit ein großes Thema in der Textilindustrie. So kennzeichnen zahlreiche Unglücke diesen Industriezweig, darunter der Einsturz der Fabrik „Rana Plaza“ im Jahr 2013 mit 1.136 Toten und 2.500 Verletzten. Dieses schwere Unglück sorgte dafür, dass der „Bangladesh Accord“ abgeschlossen und zahlreiche Textilfabriken saniert oder geschlossen wurden.

Film ausleihen oder kaufen

Sie können den Film „Made in Bangladesh“ ab November 2021 entweder über die 20 evangelischen Medienzentralen als DVD ausleihen oder Sie kaufen ihn über das EZEF (Evangelisches Zentrum für entwicklungsbezogene Filmarbeit). Nähere Informationen dazu finden Sie im Begleitheft, das unten zum Download angeboten wird.

Hier gibt es die Tickets zur Filmpremiere in Berlin am 8. September.