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Klimademo: Kein Grad mehr!

Anlässlich der gerade stattfindenden Weltklimakonferenz in Madrid demonstrierten am gestern Nacht bis zu 500 000 Menschen durch die spanische Hauptstadt. Brot für die Welt und die ACT Alliance schlossen sich dem Protestmarsch an.

Von Lisa Binder am
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Lisa Binder Projektverantwortliche Klima
Telefon: +49 (0) 30 65211-1987 lisa.binder@brot-fuer-die-welt.de
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Klimademo in Madrid

„Ni un grado más, ni una especie menos“ (nicht ein Grad mehr, nicht eine Art weniger) forderten gestern Abend tausende von KlimaaktivistInnen auf der Fridays for Future Klimademo in Madrid. Die Welt habe einen Klimanotstand, denn bei den schwachen Anstrengungen zum Klimaschutz läuft der Planet Gefahr sich um 3-4 Grad zu überhitzen. Mit Trommeln, Blechblasinstrumenten und Sprechchören zogen sie lautstark durch die Innenstadt.  Beteiligt waren neben den Fridays for Future AnhängerInnen auch zahlreiche internationale Umwelt- und Entwicklungsorganisationen, Frauen- und indigene Gruppen sowie kirchliche Organisationen verschiedener Konfessionen. Auch die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg sowie der spanische Filmstar Javier Bardem nahmen an der Klimademo teil.

Zeitgleich begann auch in der chilenischen Hauptstadt Santiago de Chile, dem ursprünglich geplanten Austragungsort der COP25, eine Kundgebung.  Aufgrund der andauernden sozialen Unruhen im dem lateinamerikanischen Staat wurde die 25. Weltklimakonferenz kurzfristig nach Europa verlegt. Solch einen Umzug konnten viele vor allem kleinere lateinamerikanische Entwicklungs- und Umweltorganisationen aus finanziellen Gründen nicht stemmen. So solidarisierten sich die DemonstrantInnen in Madrid gestern mit allen Klimaaktivisten in Santiago de Chile.

Das Motto der 25. Weltklimakonferenz lautet Time for Action. Es ist also Zeit zu handeln. Und genau das fordern die DemonstrantInnen nun von der internationalen Staatengemeinschaft ein: Die rund 20.000 Delegierten sollen hier in Madrid schnell Lösungen finden um, wie im Pariser Klimaabkommen verankert, die Globale Erwärmung auf möglichst 1,5 Grad zu begrenzen – und kein Grad mehr. 

 

 

 

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