Blog-Beitrag

Menschenkette gegen atomaren Rüstungswettlauf

Etwa 700 Personen kamen am 18. November in Berlin am Brandenburger Tor zusammen und formten eine Menschenkette von der US-amerikanischen zur nordkoreanischen Botschaft. Sie warnten vor einem atomaren Wettrüsten und forderten die Bundesregierung auf, den UN-Atomwaffenverbotsvertrag zu unterzeichnen.

Von Dr. Martina Fischer am
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Dr. Martina Fischer Referentin Frieden und Konfliktbearbeitung
Telefon: +49 (0) 30 65211-1420 martina.fischer@brot-fuer-die-welt.de
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Die Aktion „Stoppt die Eskalation. Atomwaffen ächten!“ wurde getragen und maßgeblich organisiert von der DFG-VK, von der internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN Deutschland), der deutschen Sektion der International Association of Lawyers against Nuclear Arms (IALANA), den Ärzten gegen den Atomkrieg (IPPNW), der Friedensglocken-gesellschaft, der Naturwissenschaftler-Initiative NatWiss und den Naturfreunden. Brot für die Welt hat die Veranstaltung mit unterstützt, ebenso wie Greenpeace Berlin, Kampagne „Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt“, Ohne Rüstung Leben, Pax Christi, und Urgewald.

Die Menschenkette erstreckte sich über einen Kilometer Länge von der US-amerikanischen Botschaft (neben dem Brandenburger Tor) bis zur Botschaft Nordkoreas in der Glinkastraße. Rüstungspolitische Informationen und Abrüstungsappelle wechselten sich ab mit phantasievollen Straßentheater-Aktionen und musikalischen Beiträgen der Trommlergruppe "Solardrums" und der Band "Tinnitussis gegen Atomwaffen". Bei der Abschlusskundgebung am Brandenburger Tor legten die Veranstalter mit überzeugenden Argumenten dar, dass nukleare Abschreckung geradewegs in die Eskalation führt. Mitten im  Blitzlichtgewitter der zahlreich anwesenden Medienvertreter überreichte Angela Merkel UN-Generalsekretär Guterres ein von ihr persönlich unterschriebenes Exemplar des internationalen Atomwaffenverbotsvertrags. Allerdings handelte es sich bei den Beteiligten vorerst nur um Attrappen, die mit gutem Beispiel vorangingen und symbolisch vorwegnahmen, was (hoffentlich) in nicht allzu weiter Ferne politische Realität werden sollte.

 

 

 

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