Blog-Beitrag

Humanitäre Hilfe in Krisen- und Konfliktregionen

Von Online-Redaktion am

Die Diakonie Katastrophenhilfe - Schwesterorganisation von Brot für die Welt - ist das humanitäre Hilfswerk der evangelischen Kirchen in Deutschland. Sie arbeitet in 40 Ländern weltweit. Mehr als die Hälfte der humanitären Hilfe erreicht derzeit Flüchtlinge und Binnenvertriebene in Krisen- und Konfliktgebieten. Der größte humanitäre Einsatz findet derzeit in Syrien und seinen Nachbarländern Jordanien, Türkei, Libanon und Irak statt.

Etwa 15 Millionen Menschen aus Syrien und dem Irak leben als Vertriebene im eigenen Land oder sind in die Nachbarländer geflohen. Der Bürgerkrieg und der Vormarsch des sogenannten Islamischen Staats (IS) haben sie dazu gezwungen. Oft mussten die Familien alles zurücklassen und leben jetzt  unter enorm schwierigen und teilweise bedrohlichen Verhältnissen.

In den Nachbarländern haben mehr als vier Millionen Menschen aus Syrien Schutz gesucht. Laut UN-Flüchtlingskommissariat (UNHCR) leben etwa  85 Prozent von ihnen außerhalb der offiziellen Camps. Sie suchen Schutz in Zelten, Rohbauten, Garagen oder in Mietwohnungen. Es fehlt an Arbeitsmöglichkeiten. Viele Familien haben ihre eigenen Reserven aufge­braucht, das macht sie von externer Hilfe abhängig. Viele Menschen wurden außerdem Zeugen von Gewalt, haben nahestehende Angehörige verloren und sind stark traumatisiert. Sie mit lebensnotwendigen Hilfsmitteln zu erreichen, ist eine besondere Herausforderung für die lokalen Helfer.

Perspektiven schaffen

Nicht nur die geflohene Bevölkerung leidet unter dem täglichen Überlebenskampf und der fehlenden Perspektive. Auch die Bevölkerung der Gastländer bekommt die negativen Auswirkungen der dauerhaften Krise deutlich zu spüren. Der Zugang zu Wohnraum und Arbeitsplätze wird immer schwieriger. Zusätzlich zu den lebensrettenden Maßnahmen für neu eintreffende Familien müssen daher mittelfristige Perspektiven für die Menschen geschaffen werden.

Die Diakonie Katastrophenhilfe setzt aus diesem Grund mit ihren lokalen Partnern Projekte um, die sowohl für Flüchtlinge als auch für die lokale Bevölkerung  Perspektiven für stabile Lebensverhältnisse schaffen und neue Entwicklungschancen eröffnen.

 

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