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Verteilung im Zozan Camp in Dohuk

Von Online-Redaktion am

Es ist heiß und staubig im Zozan Camp in der kurdischen Stadt Dohuk. Einhundertzehn jesidische Familien, geflohen in tagelangen Fußmärschen über das Sindschar Gebirge, leben hier. Farhad Sinjari, Geschäftsmann aus Dohuk, hat die Familien auf seinem Firmengelände aufgenommen und notdürftig mit Zelten, Lebensmitteln und Wasser versorgt. Sie kamen ohne jeglichen Besitz von der langen, kräftezehrenden Flucht vor den IS-Kämpfern in Dohuk an. Viele haben Familienmitglieder  verloren und sind von dem Erlebten schwer traumatisiert. Farhad Sinjari  war der Erste, der ihnen notdürftig Quartier und Versorgung anbot, aber auf Dauer kann er die Unterstützung der rund 650 Personen nicht gewährleisten.

Die Diakonie Katastrophenhilfe unterstützt ihn über ihre lokale Partnerorganisation im Irak. Die Mitarbeiter haben das Camp besucht und ermittelt, was benötigt wird, um die Situation der Flüchtlinge zu verbessern. Heute lieferten sie Matratzen, Decken, Kissen und Haushaltswaren. Fahrad Sinjari bedankte sich bei Michael Frischmuth, Kontinentalverantwortlicher Asien der Diakonie Katastrophenhilfe im Namen der Flüchtlingsfamilien für die schnelle Hilfe. Frischmuth erklärt: „Gerade  im Hinblick auf die bevorstehenden Wintermonate ist es wichtig, die Unterkünfte und Ausstattung der Menschen zu verbessern. Noch ist es mit 40 bis 50 Grad Celsius unerbittlich heiß im Nordirak. Doch ab Oktober steigt die Niederschlagsmenge und die Temperaturen sinken auf unter zehn Grad. Darauf müssen wir die Familien in den Notunterkünften jetzt vorbereiten.“

 

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