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EU Fischereireform tritt in Kraft - Entwicklungspolitische Einschätzung

Von Francisco Mari am
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Francisco Mari Referent Welternährung, Agrarhandel, Meerespolitik
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Jetzt ist sie da. – EU-Parlament, der Rat und die Kommission haben sich auf die neue Gemeinsame Fischereipolitik der EU für die nächsten zehn Jahre geeinigt. Die letzten Kontroversen wurden durch Kompromisse beigelegt. Wie tragfähig die neuen Bestimmungen sein werden, ist nicht absehbar. Schon zu oft sind im Verordnungsdschungel und durch nationale Umsetzungen insbesondere bei manchem Mittelmeeranrainer gute Absichten der EU verwässert worden.

Entwicklungspoltisch ist die Integration der EU Fangaktivitäten an den Küsten außerhalb der EU der wichtigste Erfolg für Umwelt- und Entwicklungsverbände. Nun gelten alle Bestimmungen der EU Fischereipolitik innerhalb der EU Gewässer auch für  die EU Fernfangflotte. Darüberhinaus gibt es in einem eigenen Kapitel "Externe Dimension" Regelungen für zukünftige Fischereiabkommen, die den Menschen in Entwicklungsländern, die vom Fischfang leben und ihn als Grundnahrung brauchen, mehr Transparanz und Mitbestimmung versprechen, wenn auf Grundlage wissenschaftlicher Daten Lizenzen an ausländische industrielle Fischereien vergeben werden.

Eine entwicklungspolitische Einschätzung der EU Fischereireform 2014 kann in diesem Artikel der meerespolitschen Zeitschrift WATERKANT nachgelesen werden: info.brot-fuer-die-welt.de/sites/default/files/blog-downloads/epol-eu-fischereireform.pdf

 

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