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Besuch im Flüchtlingslager al-Husn

Von Online-Redaktion am

Nach 1,5 Stunden Fahrt erreichten wir heute morgen das Flüchtlingslager al-Husn, das etwa 80 Kilometer von der jordanischen Hauptstadt Amman entfernt liegt. Das Camp liegt nah an der syrischen Grenze, es ist längst überfüllt, doch noch immer suchen hier viele Syrer Schutz vor dem Krieg in ihrer Heimat. Al-Husn oder Martyr Azmi el-Mufti, wie es die Jordanier nennen, wurde bereits 1968 gegründet, um 12.000 Palästinenser aus dem Nahostkonflikt unterzubringen. Viele von ihnen leben noch immer in dem Flüchtlingslager, einige haben ihr ganzes Leben in dem Camp verbracht.

In Camps wie al-Husn finden ein Drittel der syrischen Flüchtlingen Zuflucht. Alle anderen versuchen, in den Häusern jordanischer Familien unterzukommen. Sie haben selbst nur wenig zum Leben, doch sie helfen den Syrern, die in ihr Land fliehen:  "Ich bin beeindruckt von der Gastfreundschaft der jordanischen Bevölkerung gegenüber den Flüchtlingen aus Syrien. Die Flüchtlinge haben keinen Zugang zu staatlicher Unterstützung. Doch die Bevölkerung hilft ihnen, wie sie kann", berichtet Cornelia Füllkrug-Weitzel, Präsidentin der Diakonie Katastrophenhilfe. Auch Nikolaus Schneider, EKD-Ratspräsident, erlebt auf der Reise die große Hilfsbereitschaft der Jordanier für die syrischen Flüchtlinge: "Ich habe großen Respekt vor den Menschen in Jordanien", so Schneider.

Die Diakonie Katastrophenhilfe verteilt seit Beginn des Krieges mit ihren Partnern vor Ort Nothilfepakete an die Flüchtlinge. Sie bekommen Nahrungsmittel, Decken und Utensilien zum Kochen.  Jetzt droht der Winter, ihre Lage noch zu verschlechtern: "Wir haben eben in al-Husn gesehen, dass beispielsweise Matratzen und Decken an die Flüchtlinge verteilt werden und haben auch selbst mitgeholfen. Damit die Diakonie Katastrophenhilfe und andere Organisationen der humanitären Hilfe noch mehr Flüchtlinge unterstützen können, damit sie nicht auf dem nackten Boden schlafen und frieren müssen, sind wir alle gefragt. Wir brauchen die Hilfe der Menschen aus Deutschland, die Geld spenden, damit die Nothilfe weitergeht", bittet Cornelia Füllkrug-Weitzel aus Jordanien.

 

 

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