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niemand is(s)t für sich allein
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Materialien und Medien

Landraub, Landgrabbing

  

Die Kampagne für Ernährungssicherheit von "Brot für die Welt" steht unter dem Motto "Niemand isst für sich allein". Wir thematisieren die zuspitzende Knappheit von und die zunehmenden Konflikte um Land.

In zahlreichen Entwicklungsländern werden in zunehmendem Maße riesige Ländereien an in- und ausländische Firmen verpachtet oder verkauft. Allein 2009 wurden so 47 Millionen Hektar Land vergeben. Auf diesen Feldern werden dann nicht Nahrungsmittel für die einheimische Bevölkerung, sondern Agrarrohstoffe wie Energiepflanzen zur Treibstoffgewinnung und Futtermittel oder auch Nahrungsmittel für den Export angebaut. Diese neue Form der Landnahme ("landgrabbing") lässt die Zahl der Hungernden weiter wachsen. Die knappe Ressource Ackerboden muss nach unserer Auffassung vorrangig für die Ernährungssicherung einer wachsenden Zahl an Menschen zur Verfügung stehen, insbesondere den Kleinbauern/bäuerinnen, Jägern, Sammlern und Landlosen, die das Gros der Hungernden ausmachen. Für sie ist der Zugang zu Land existentiell.

Zudem steht diese neue Form der Neuen Landnahme in direktem Bezug zu unserem Lebensstil: Unser Hunger nach Energie und Fleisch hat Auswirkungen auf die Ernährungssicherheit in Entwicklungsländern.

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