Ernährungssicherheit braucht einen Wandel im Handel
- Ein faires Welthandelssystem muss soziale und ökologische Kriterien berücksichtigen und darf die Ernährungssituation armer Bevölkerungsgruppen nicht beeinträchtigen.
- Arme Länder müssen die Möglichkeit haben, ihre bäuerliche Agrarproduktion vor der ruinösen Konkurrenz des Weltmarkts zu schützen.
- Ein faires Welthandelsregime beinhaltet die Regulierung von multinationalen Lebensmittel- und Agrarkonzernen.
Ernährungssicherheit erfordert eine Agrarwende
- Subventionen für eine bäuerliche Landwirtschaft sind notwendig, dürfen aber Großbetriebe nicht einseitig bevorzugen.
- Die Förderung ländlicher Räume, die Verbreitung der nachhaltigen Landwirtschaft und die Entwicklung von Binnenmärkten müssen ins Zentrum nationaler Agrarpolitik gerückt und gefördert werden.
- Die Bundesregierung sollte dazu beitragen, die Umsetzung der Leitlinien zum Recht auf Nahrung fördern.
Ernährungssicherheit erfordert eine Konsumwende
- Jede Person kann zu diesem Wandel beitragen – mit jahreszeitlicher Küche, mehr ökologisch angebauten Nahrungsmitteln aus der Region und weniger Fleisch.
- Der Kauf von fair gehandelten Produkten leistet einen Beitrag, damit bäuerliche Produzenten, Plantagenarbeiterinnen und -arbeiter ein Leben in Würde führen können.
- Die Bundesregierung sollte sich intensiv an der Suche nach einem zukunftsfähigeren, gerechteren Wohlstands- und Konsummodell beteiligen.